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EU-Bodenstrategie: Mehr Bodenschutz, weniger Landfraß

Im Rahmen des Green Deal will die EU-Kommission jetzt den bisher national geregelten Bodenschutz an sich reißen. Dazu legte EU-Kommissionsvize Franz Timmermans heute (17.11.) eine europäische Bodenstrategie vor. Das begrüßenswerte Ziel lautet, alle Bodenökosysteme in Europa bis 2050 in einen gesunden Zustand zu versetzen. Der Flächenverbrauch soll dann auf netto Null gedrosselt worden sein. Böden sollen in der EU ebenso geschützt werden wie das Wasser, die Meere und die Luft. Dazu will die Kommission bis 2023 ein „Bodengesundheitsgesetz“ vorlegen.

Unter anderem plant die EU-Kommission volgende Maßnahmen: ein Programm für kostenfreie Bodenproben für Landwirte; Forschung zum Boden fördern, Daten über die Böden in Europa systematisch erheben; gesetzlich bindende Ziele, um die Trockenlegung von Moorböden einzudämmen; bis 2050 sollen die EU-Mitgliedstaaten ihren Landfraß auf netto Null senken sowie degradierte und kontaminierte Böden aufbessern. Zudem möchte die EU-Kommission verschiedene Instrumente prüfen, um eine 50-prozentige Reduktion von Nährstoffverlusten zu erreichen. Darunter auch die Möglichkeit, Landwirten vorzuschreiben 20 % weniger Dünger einzusetzen.

Quelle: Website TopAgrar https://www.topagrar.com/acker/news/eu-bodenstrategie-kampf-dem-landfrass-12744051.html

Website agrarheute.com https://www.agrarheute.com/politik/green-deal-eu-will-gesundheitsausweis-fuer-boeden-einfuehren-587486