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Bayer: Auf dem Weg zum digitaleren Ackerbau

Neben den Geschäftsbereichen Pflanzenschutz und Saatgut entwickelt Bayer nun vermehrt digitale Werkzeuge für die Landwirtschaft. „Die Herausforderungen an unsere Landwirte sind heute so groß, dass sie mit einer gesunden Sorte oder einem guten Pflanzenschutzmittel allein nicht mehr zu erfüllen sind. Vielmehr braucht es Systemlösungen, in denen die Digitalisierung eine entscheidende Rolle einnimmt“, sagte Peter R. Müller, Geschäftsführer der Bayer CropScience Deutschland GmbH, anlässlich einer kürzlich stattfindenden Presseveranstaltung.

Auf dem Laacher Hof in Monheim am Rhein präsentierte das Unternehmen der Fachpresse bereits am Markt befindliche Digital-Produkte sowie aktuelle Entwicklungsprojekte. Climate FieldView ist eines der Produkte, die bereits heute im Markt sind. Die Plattform soll helfen, objektivere, datenbasierte Entscheidungen zu treffen, die sich unmittelbar auf den ackerbaulichen und wirtschaftlichen Ertrag auswirken. Die Datenbasis stellen eigene Maschinendaten und aufbereitete Vegetationskarten dar. So zeigt z. B. eine mehrjährige Datenaufzeichnung unmittelbar Effekte der Bewirtschaftung und bildet die Grundlage für die Bewertung von Fruchtfolgen und Betriebsmitteln sowie den Einstieg in eine teilflächenspezifische Bewirtschaftung.

Um Feldbonituren noch genauer und effizienter zu gestalten hat Bayer zwei neue Anwendungen entwickelt:

1) Die kostenlose Smartphone App „MagicScout“ identifiziert Unkräuter, Pflanzenkrankheiten und Schädlinge in Sekundenschnelle und dokumentiert das Auftreten mit GPS-Stempel. Eine Internetverbindung ist dafür nicht notwendig. Mit der App lassen sich aktuell mehr als 140 Unkrautarten und Krankheiten, aber auch bereits einige Insektenarten, bestimmen. Die Bilderkennung basiert auf maschinellem Lernen (Deep Learning).

2) Die digitale Gelbschale „MagicTrap“ ermöglicht Anbauern, den Schädlingsbefall auf ihren Feldern zu kontrollieren, ohne selbst regelmäßig im Feld sein zu müssen. Bei der digitalen Gelbschale kommt dabei Technik zum Einsatz, die sich bereits in Smartphones bewährt hat. So besitzt sie unter anderem eine hochauflösende Kamera, die gestochen scharfe Bilder im Nahbereich aufnehmen kann. Ein integriertes Mobilfunkmodul übermittelt die aufgenommenen Bilder. Sie werden mit Hilfe lernfähiger Bilderkennungsalgorithmen umgehend ausgewertet. So werden Anbauer automatisch über den Zuflug von Schädlingen informiert.

Quelle: Website TopAgrar https://www.topagrar.com/acker/news/auf-dem-weg-zum-digitaleren-ackerbau-12729873.html