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Der Bundestag hat die Umsetzung der Agrarreform (GAP) ab 2023 in Deutschland beschlossen

Der Bundestag hat Donnerstagabend das Gesetzespaket zur Umsetzung der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) ab 2023 beschlossen. Damit ist zwar der Rahmen, wie die Agrarzahlungen ab 2023 in Deutschland ausgezahlt werden sollen, gesetzt. (Die beschlossenen Details lesen Sie hier). Der Bundesrat soll sich am 25. Juni abschließend mit den Reformgesetzen befassen.

Mit der abschließenden Zustimmung des Bundestags steht nun fest, dass der Umschichtungssatz von der ersten in die zweite Säule im kommenden Jahr auf 8 Prozent steigt von jetzt 6 Prozent. Die Anhebung verursacht eine zusätzliche Kürzung der Direktzahlungen für 2022 um 98 Mio. Euro. Insgesamt werden den deutschen Bauern damit im kommenden Jahr bei den Direktzahlungen 393 Mio. Euro fehlen, die in die zweite Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) transferiert werden. Vorgesehen ist bekanntlich auch eine ergänzende Umverteilung der Einkommensstützung zugunsten kleinerer und mittlerer Betriebe. Hierfür sind 12 Prozent der für Deutschland verfügbaren Direktzahlungsmittel vorgesehen. Daraus ergibt sich voraussichtlich ein Zuschlag von etwa 70 Euro je Hektar für die ersten 40 Hektar und 40 Euro je Hektar für die Hektare 41 bis 60.

Die GAP-Reformgesetze sehen auch vor, dass in Deutschland 25 Prozent der Mittel der ersten Säule für die neuen Öko-Regelungen reserviert werden. Die Einzelheiten der angebotenen Öko-Regelungen und vor allem die Förderhöhe stehen noch nicht fest. Dies soll nach Abschluss der Brüsseler Reformverhandlungen in Form von Verordnungen geschehen.

Quelle: Website agrarheute.com https://www.agrarheute.com/politik/niedrigere-direktzahlungen-fuer-2022-beschlossene-sache-582164

Website TopAgrar https://www.topagrar.com/acker/news/die-gap-ist-beschlossen-und-doch-ist-alles-offen-12590590.html