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Bundeskabinett beschließt neues Klimaschutzgesetz: besondere Rolle der Land- und Forstwirtschaft

Das Bundeskabitnett hat heute (12.05.) die vom Bundesverfassungsgericht geforderte Verschärfung des Bundes-Klimaschutzgesetzes beschlossen. Es sieht vor, die Treibhausgasemissionen im Vergleich zum Jahr 1990 schrittweise wie folgt zu senken: bis zum Jahr 2030 um mindestens 65 Prozent, bis zum Jahr 2040 um mindestens 88 Prozent, bis zum Jahr 2045 soll die Netto-Treibhausgasneutralität erreicht werden. Das geplante Gesetz verschärft zum einen für die sechs Sektoren Verkehr, Energie, Industrie, Gebäude, Landwirtschaft sowie Abfallwirtschaft die Minderungsziele für Treibhausgase für die Zeiträume bis 2030, 2040 und 2045.

Durch einen neu eingeführten Paragraphen werden die Klimaleistungen aus Land- und Forstwirtschaft im Klimaschutzgesetz berücksichtigt. Dort sind die Minderungsziele für den Sektor „Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft“ festgeschrieben. Die Anpassung der Sektorziele bedeutet konkret für die Landwirtschaft, dass sie bis 2030 nur noch 56 statt 58 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente gegenüber 1990 ausstoßen darf. Für die Landwirte sei die praktische Umsetzung eine große Herausforderung, so die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner – sie bräuchten Unterstützung.

Quelle: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) https://www.bmel.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2021/086-neues-klimaschutzgesetz.html

Website agrarheute.com https://www.agrarheute.com/politik/neues-klimaschutzgesetz-zaehlt-land-forstwirtschaft-581248