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EU-Klimagesetz soll erstmals die Klimaleistungen der Landwirtschaft berücksichtigen

Am Dienstagabend (20.04.) haben sich EU-Kommission, Rat und EU-Parlament im Trilog auf ein neues EU-Klimagesetz geeinigt. Mit dem neuen EU-Klimagesetz sollen die CO2-Emissionen in der EU gegenüber 1990 um 55 Prozent gesenkt werden. Zuvor lag das Reduktionsziel bei 40 Prozent. Das Klimagesetz macht aus der Vorgabe, dass die EU bis 2050 klimaneutral wird, eine Verpflichtung. Um das ambitionierte Ziel erreichen zu können, werden erstmals auch die natürlichen Kohlenstoffsenken in der Land- und Forstwirtschaft in der Rechnung berücksichtigt. Es soll ein CO2-Markt für die Land- und Forstwirtschaft geschaffen werden, der die Klimaschutzleistungen im Sektor anerkennt und entlohnt.

Humusaufbau, eine nachhaltige Forstwirtschaft und Moorschutz sollen künftig Anreize sein, um sich auf dem CO2-Markt Vorteile zu verschaffen. Wenn die EU-Verordnung über Landnutzung und Forstwirtschaft (LULUCF-Verordnung) überarbeitet wird, sei eine Übererfüllung des Reduktionsziels erreichbar. Die EU-Kommission habe schriftlich erklärt, eine Anpassung der Verordnung vorantreiben zu wollen. Jetzt seien die Mitgliedstaaten gefragt, die Leistungen durch einen angemessenen Preis anzuerkennen. Im nächsten Schritt müsse gemeinsam mit der EU-Kommission ein CO2-Markt eingerichtet werden.


Quelle: Website agrarheute.com https://www.agrarheute.com/politik/bedeutet-eu-klimagesetz-fuer-landwirte-580490