<< zurück

Ein europäisches Projekt will unproduktives Ackerland mit nachwachsenden Rohstoffen rentabel und nachhaltig machen

Rund 65 Mio. ha landwirtschaftlicher Flächen in Europa sind für die konventionelle Landwirtschaft kaum oder gar nicht nutzbar. Dieses enorme Potenzial zu erschließen, ist das Ziel des europäischen Forschungsprojektes MAGIC. Forschende aus zwölf Ländern beschäftigen sich mit der Frage, wie Landwirte diese sogenannten marginalen landwirtschaftlichen Nutzflächen mit wenig Aufwand mit dem Anbau von Industriepflanzen wirtschaftlich rentabel nutzen können. Mit dabei ist das Fachgebiet Nachwachsende Rohstoffe in der Bioökonomie der Universität Hohenheim. Die EU fördert das Bioökonomie-Vorhaben MAGIC mit 6 Mio. €, die Uni Hohenheim erhält knapp 400.000 €.

Zunächst wurden europaweit marginale landwirtschaftliche Nutzflächen erfasst und kartiert, auf denen Industriepflanzen, sozial-ökologisch und nachhaltigen Kriterien folgend, angebaut werden könnten. Zudem wählten die Wissenschaftler insgesamt 20 ein- und mehrjährige Pflanzenarten für weitere Anbauversuche aus – darunter auch wiederentdeckte alte Kulturarten wie Leindotter oder Färberdistel. Darüber hinaus interessiert die Forschenden, welche Bewirtschaftungsmethoden sowohl mit dem geringsten Aufwand für den Landwirt als auch mit dem geringsten Eingriff in das Ökosystem verbunden sind. Ebenso muss die Ernte-Technologie auf die jeweilige Pflanzenart zugeschnitten sein. Deswegen passen die Wissenschaftler vorhandene Ernteverfahren an die spezifischen Bedürfnisse an oder entwickeln auch neue Ernte-Methoden. Dabei spielt Nachhaltigkeit eine entscheidende Rolle bei der Bewertung aller Maßnahmen.

Quelle: Website TopAgrar https://www.topagrar.com/acker/news/uni-hohenheim-will-unproduktives-ackerland-mit-industriepflanzen-rentabel-machen-12529985.html