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Neue digitale Tools für Agrarsektor: Naturschutz und Ökosystemleistungen im Fokus

Wie lassen sich Naturschutzmaßnahmen wirksam und praktikabel in die landwirtschaftliche Praxis integrieren? Derzeit entsteht eine neue App, die landwirtschaftliche Betriebe bei der Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen unterstützen und zugleich den Bürokratieaufwand für Landwirte und Behörden verringern soll. In der gerade angelaufenen Phase des Projektes wird ein Prototyp der „NatApp“ von der Landwirtschaft auf insgesamt 20 Pilotbetrieben in Bayern, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Thüringen unter Koordination des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) und des Deutschen Bauernverbandes (DBV) in der Praxis getestet. Im Laufe des Jahres soll eine einsatzfähige Testversion der NatApp zur Verfügung stehen. Langfristig soll die NatApp als freiwilliges Angebot für Landwirte in allen Bundesländern verfügbar sein und in die zuständigen Behörden integriert werden.

Im Forschungsprojekt "SattGrün" haben Forschende des Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. in Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen und Technologieunternehmen in den letzten drei Jahren an technischen Lösungen für wirtschaftliches und ökologisches Grünlandmanagement gearbeitet. Die Tools, die auf Grundlage des Projekts "SattGrün" entstanden sind, geben durch Auswertung hoch aufgelöster Satellitenbilder aus dem Copernicus-Projekt zum Beispiel Informationen für die Bewirtschaftung der Grünlandflächen, etwa zur Futtererzeugung, und geben auch Einschätzungen über sogenannte Ökosystemleistungen von Grünland, die den Umweltschutz zu unterstützen.

Quelle: Deutscher Bauernverbande (DBV) https://www.bauernverband.de/presse-medien/pressemitteilungen/pressemitteilung/naturschutz-mit-digitaler-unterstuetzung

Website oekolandbau.de https://www.oekolandbau.de/service/nachrichten/detailansicht/neue-digitale-tools-berechnen-die-oekosystemleistungen-von-gruenland/