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Deutscher Erntebericht 2020: Kleinere Getreideernte wegen rückläufiger Anbaufläche

Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, hat heute den Erntebericht 2020 vorgestellt. Grundlage des Berichts sind die tatsächlich festgestellten Erträge der bisher ausgewerteten Probeflächen aus allen Teilen des Bundesgebiets. Die wichtigsten Ergebnisse des Ernteberichtes 2020: Die Ernte 2020 ist erneut unter schwierigen Witterungsbedingungen herangewachsen - es gab teilweise wieder Schäden durch Wetterextreme. Aufgrund der Corona-Pandemie fand und findet die Ernte unter veränderten Rahmenbedingungen statt. Hiervon sind die handarbeitsintensiven Sonderkulturen - also Gemüse, Obst, Wein und Hopfen - stärker betroffen als die Ackerkulturen.

Für Getreide einschließlich Körnermais wird nach derzeitigem Stand eine Erntemenge von rund 42,9 Millionen Tonnen erwartet. Das sind 3,1 Prozent weniger als im Jahr 2019. Der sechsjährige Durchschnitt, also das Mittel der Jahre 2014 bis 2019, wird damit um sechs Prozent verfehlt. Insgesamt ist in diesem Jahr von einer Erntemenge von rund 3,5 Millionen Tonnen Raps auszugehen. Dies sind 24,4 Prozent mehr als im vergangenen Jahr, jedoch 20,7 Prozent weniger als im sechsjährigen Durchschnitt. Bei Obst und Gemüse fällt die Ernte fast durchweg geringer als im Vorjahr aus. Dies ist einerseits auf Ertragseinbußen infolge von Spätfrösten und Trockenheit zurückzuführen, andererseits auf das Fehlen von Erntehelfern aufgrund der Corona-Situation.

Der vollständige Erntebericht 2020 kann hier abgerufen werden.

Quelle: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) https://www.bmel.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2020/146-erntebericht.html