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DBV-Situationsbericht: Wirtschaftliche Lage deutscher Bauern deutlich verschlechtert

Der aktuelle DBV-Situationsbericht zeigt, dass nach einer Erholung in den Wirtschaftsjahren 2016/17 und 2017/18 die wirtschaftliche Situation der deutschen Landwirtschaft im Wirtschaftsjahr 2018/19 sich wieder erheblich verschlechtert hat. Im Durchschnitt der Haupterwerbsbetriebe lag das Unternehmensergebnis mit 54.900 Euro um fast ein Fünftel (18 Prozent) unter dem Vorjahresergebnis von 67.200 Euro. Das entspricht 38.400 Euro je nicht entlohnter Familien-Arbeitskraft. Besonders groß waren die Einbußen bei den Milchvieh- und Rindermastbetrieben, aber auch in den Veredlungsbetrieben. Die EU-Direktzahlungen betrugen im Wirtschaftsjahr 2018/19 27.000 Euro je Haupterwerbsbetrieb und machten damit die Hälfte des erzielten Unternehmensgewinnes aus.

Die schlechteren Wirtschaftsergebnisse führten auch zu einer geringeren Entlohnung der eingesetzten Faktoren. Mit dem tatsächlichen Unternehmensergebnis im Wirtschaftsjahr 2018/19 waren nur knapp über 80 Prozent der gesamten Faktorkosten gedeckt. Verschlechtert hat sich die tatsächliche Verzinsung des Eigenkapitals. Aktuell erreichten die Haupterwerbsbetriebe nur 0,8 Prozent. Im Wirtschaftsjahr 2017/18 waren es wenigstens noch 2,7 Prozent. Für das laufende Wirtschaftsjahr 2019/20 ist mit Ausnahme der Schweinehaltung nicht mit einer wesentlichen Verbesserung der Unternehmensergebnisse zu rechnen.

Quelle: Deutscher Bauernverdand (DBV) https://www.bauernverband.de/presse-medien/pressemitteilungen/pressemitteilung/landwirtschaftliche-unternehmensergebnisse-2019

Website agrarheute.com https://www.agrarheute.com/management/betriebsfuehrung/dbv-situationsbericht-fast-fuenftel-weniger-gewinn-fuer-bauern-562625