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Agrarwirtschaftliche Entwicklungsprogramme in den Bereichen „Agrarforschung und Innovationen“, „technische Modernisierung“ sowie „Ausbildung“ der Russischen Föderation

Aktuelle Situation

Das wirtschaftliche Wachstum in der Landwirtschaft und die Steigerung ihrer Wettbewerbsfähigkeit ist auf eine ständige Weiterentwicklung von Technologien und damit auf die Entwicklung und den praktischen Einsatz von Innovationen angewiesen. Jedoch ist der Anteil russischer Unternehmen, die technologische Innovationen implementieren, in der Landwirtschaft geringer als in anderen Wirtschaftssektoren. Der prozentuale Anteil der Betriebe, die technologische Innovationen eingesetzt haben, betrug nach Angaben des russischen Statistikamtes Rosstat für das Jahr 2017 in der Industrie 9,6 %, in der Landwirtschaft dagegen beim Anbau einjähriger Kulturpflanzen 3,9 %, bei Dauerkulturen 2,6 % und im Bereich der Tierproduktion 2,9 %.

Ein wesentlicher Anteil der eingesetzten modernen Technologien, Hochleistungstechnik, ertragsreichen Sorten und Hybride von Nutzpflanzen und Zuchttieren ist ausländischer Herkunft. So betrug im Jahr 2018 der Anteil der zugelassenen ausländischen Sorten im staatlichen Sortenregister nach Angaben der Staatlichen Sortenprüfungskommission (Gossortkomissija) 41,8 %. Dieser hohe Anteil ausländischer Sorten an der Bedarfsdeckung wird als Risiko für die nachhaltige Ernährungssicherheit Russlands eingestuft.

Zahlreiche bereits vorliegende Forschungsergebnisse landwirtschaftlicher Forschungseinrichtungen werden in der Praxis nicht ausreichend umgesetzt. Im Zeitraum 2006 bis 2014 wurden auf Grundlage dieser Forschungsergebnisse ca. 13.000 Innovationen registriert, davon 37 % patentiert und lediglich für ca. 6 % Innovationsverträge abgeschlossen.[1]

Die Förderung von Forschung und Innovationstransfer im Bereich Landwirtschaft erfolgt zurzeit im Rahmen von sieben Programmen bzw. Fonds und auf der Grundlage eines Regierungsbeschlusses aus dem Jahre 2010:

• Beschluss der Regierung der Russischen Föderation Nr. 218 und Nr. 220 vom 9. April 2010,

• Föderales wissenschaftlich-technisches Programm zur Entwicklung der Landwirtschaft in den Jahren 2017 bis 2025,

• Staatliche Auftragsvergabe an Forschungseinrichtungen im Geschäftsbereich des russischen Ministeriums für Bildung und Wissenschaft (MinObrNauki),

• Föderales Förderprogramm «Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in den prioritären Bereichen der Entwicklung des wissenschaftlich-technischen Komplexes Russlands 2014 bis 2020»,

• „Skolkowo“-Fonds,

• Fonds für Innovationsförderung,

• Russischer Wissenschaftsfonds,

• Russischer Fonds für Grundlagenforschung.

Im Bereich der Agrarforschung und -innovationen sind in Russland folgende Institutionen tätig:

  • Im Geschäftsbereich des föderalen Landwirtschaftsministeriums: 9 Forschungsinstitute, 54 Hochschulen und 22 Einrichtungen für berufliche Weiterbildung,
  • Im Geschäftsbereich des föderalen Ministeriums für Bildung und Wissenschaft: 454 Forschungsanstalten der ehemaligen Föderalen Agentur für wissenschaftliche Organisationen (FANO) (zurzeit sind sie in 113 wissenschaftliche Einrichtungen umorganisiert) sowie 30 Hochschulen,
  • Im Geschäftsbereich des föderalen Ministeriums für Industrie und Handel: Zentrum für landwirtschaftlichen Maschinenbau.

Jedoch fehlt es an einer effektiven Abstimmung zwischen oben genannten Einrichtungen und der gesamte Bereich der Agrarforschung gilt als unterfinanziert. Im Jahr 2016 betrug der Anteil der Ausgaben für Agrarforschung 2,1 % am Gesamtbudget für Forschung und Entwicklung. Besonders niedrig ist das Niveau der finanziellen Unterstützung bei der angewandten Forschung und Entwicklung. Landwirtschaftliche Forschung und Entwicklung sind hauptsächlich im öffentlichen Sektor der Wissenschaft konzentriert. Die Wirtschaft beteiligt sich nur in sehr geringem Ausmaß an der Finanzierung der Agrarforschung. So betrug im Jahr 2016 der Anteil der staatlichen Finanzierung an den laufenden Aufwendungen für Agrarforschung 83,2 %.[2]

Zur Lösung dieser Probleme besteht nach Meinung von Experten Handlungsbedarf v.a. in folgenden Bereichen:

- Schaffung von Voraussetzungen zur Beteiligung der Wirtschaft an der Finanzierung und Implementierung von Forschungsergebnissen in der Praxis;

- Modernisierung der Strukturen für die Vermarktung und Kommerzialisierung von Forschungsergebnissen.

Im August 2017 wurde das föderale wissenschaftlich-technische Programm "Entwicklung der Landwirtschaft im Zeitraum von 2017 bis 2025" verabschiedet, das nicht nur die Innovationsentwicklung der Branche fördern, sondern auch ihre Abhängigkeit von Technologieimporten reduzieren und damit die Ernährungsunabhängigkeit des Landes stärken soll.[3] Die Finanzierung des Programms erfolgt in Höhe von ca. 26 Mrd. Rubel (ca. 348 Mio. Euro) aus dem föderalen Haushalt und zu ca. 26 Mrd. Rubel (ca. 333 Mio. Euro) aus nicht-öffentlichen Mitteln. [4]

Föderales wissenschaftlich-technisches Programm für die Entwicklung der Landwirtschaft im Zeitraum 2017 bis 2025 (FWTP)

Das Ziel des Föderalen wissenschaftlich-technischen Programms (FWTP) besteht in der wissenschaftlichen und technologischen Unterstützung der Entwicklung der Landwirtschaft und Reduzierung technologischer Risiken im Ernährungsbereich.

Das Programm zielt ab auf die Schaffung bzw. Verbesserung von Voraussetzungen zur Entwicklung der Grundlagen- und der angewandten Forschung sowie auf die Erzielung von Forschungsergebnissen, die zur Entwicklung von Technologien, Produkten, Waren und Dienstleistungen erforderlich sind und die Stärkung der russischen Agrarwirtschaft sicherstellen sollen. Durch seine Umsetzung sollen die Abhängigkeit von ausländischen Technologien und Züchtungen minimiert und die Präsenz hochwertiger und wettbewerbsfähiger inländischer landwirtschaftlicher Erzeugnisse auf dem russischen Markt ausgebaut sowie das Agrarbildungssystem zu einem effektiven Treiber der Agrarwirtschaft entwickelt werden.[5]

Im Rahmen des Programms ist die Gewährung von Förderzuschüssen an Landwirte als Projektauftraggeber, die Finanzierung und Unterhaltung eines staatlichen Informationssystems für das Monitoring der wissenschaftlich-technischen Entwicklung im Agrarsektor, die Finanzierung wissenschaftlicher Untersuchungen und die Entwicklung von Ausbildungsprogrammen vorgesehen.

Zurzeit werden im Rahmen des FWTP drei Teilprogramme zur Entwicklung der Züchtung und Saatgutproduktion für Zuckerrüben und Kartoffeln sowie zur Modernisierung der Ausstattung in den Züchtungsinstituten umgesetzt. So werden im Rahmen des Teilprogramms für Kartoffeln in 25 Regionen der Russischen Föderation 31 Projekte mit Gesamtwert von 614,7 Mio. Rubel (ca. 8,2 Mio. Euro) durchgeführt. [6]

Nach Angaben des föderalen Ministeriums für Forschung und Hochschulwesen werden derzeit 12 weitere Teilforschungsprogramme ausgearbeitet, die ab 2020 umgesetzt werden sollen. Hierzu zählen u.a. „Verbesserung des genetischen Potenzials von Kleinwiederkäuern“, "Verbesserung des genetischen Potenzials von Rindern spezialisierter Rindfleischrassen aus einheimischer Zucht“, „Verbesserung des genetischen Potenzials von Milchrinderrassen“, „Entwicklung von Baumschulen und Weinbau“ sowie „Entwicklung der Aquakultur“. Darüber hinaus treten Teilprogramme zur Entwicklung der Züchtung und Saatgutproduktion von Ölsaaten, Gemüse, Getreide, technischen Kulturen und Mais in Kraft.

Nach Angaben des russischen Ministeriums für Forschung und Hochschulwesen sollen bis 2025 über 6,2 Mrd. Rubel (ca. 82,7 Mio. Euro) für die neuen Teilprogramme bereitgestellt werden.[7]

Digitalisierung der Agrarwirtschaft

Nach Angaben von Branchenexperten wird der Einsatzgrad digitaler Tierhaltungs- und Pflanzenbaumethoden in der russischen Landwirtschaft heute auf 13 - 15 % geschätzt. Dabei sollen die Landwirte den Einführungsprozess neuer Technologien zur Sicherung ihrer Wettbewerbsfähigkeit und Gewinnmaximierung im Hinblick auf die Dynamik der Agrarmärkte beschleunigen.

Zur aktiven Verbreitung digitaler Technologien in der russischen Agrarwirtschaft plant das föderale Landwirtschaftsministerium das Ressortprojekt „Digitale Landwirtschaft“ für den Zeitraum 2019 bis 2024.

Dabei ist unter anderem die Durchführung einer Nutzungsinventur landwirtschaftlicher Flächen im Rahmen des Systems „Effektiver Hektar“, die Einführung des „Smart Contract“- Systems zum Abschließen von Förderverträgen sowie die umfassende Einführung der komplexen nationalen digitalen Agrarmanagementlösungen „Smart Farm“, „Smart Field“, „Smart Herding“, „Smart Greenhouse“, „Smart Processing“, „Smart Warehouse“ und „Smart Agricultural Office“ geplant.

Auf der Basis der föderalen Behörde „FGBU Analytisches Zentrum des russischen Landwirtschaftsministeriums“ wurde ein Kompetenzzentrum mit der Aufgabe eingerichtet, die Projektdurchführung mit Informationen, Expertise und methodisch zu unterstützen.[8]

Planungen des Landwirtschaftsministeriums zufolge sollen mit der Umsetzung des Projekts „Digitale Landwirtschaft“ die Daten des Agrarsektors bis 2024 vollständig auf einer einheitlichen Informationsplattform konsolidiert werden. Alle Agrarproduzenten sollen digitale Servicedienstleistungen in Anspruch nehmen. Der Anteil rückverfolgbarer Agrarprodukte soll 80 % erreichen. Zu diesem Zweck ist jedoch ein umfassender Zugang zum Internet in ländlichen Gebieten erforderlich.[9]

Technische Modernisierung der Agrarwirtschaft

Die Modernisierung der technischen Ausstattung bleibt für die russische Agrarwirtschaft ein aktuelles Thema. Nach Prognosen des Landwirtschaftsministeriums planen russische Agrarbetriebe im Jahr 2019 den Kauf von ca. 10.900 Traktoren und 5.700 Mähdreschern. Ende August wurden bereits 6.500 Traktoren, 3.000 Mähdrescher und mehr als 17.000 Einheiten weiterer Agrartechnik erworben.[10]

Zurzeit wird die technische Modernisierung der Agrarwirtschaft mit folgenden Instrumenten gefördert:

- Gewährung von Zuschüssen an inländische Maschinenbauunternehmen unter der Voraussetzung von Rabatten für den Endkäufer; ursprünglich betrug der Zuschuss 15 % des Kaufpreises der Geräte, seit 2015 ist die Zuschusshöhe auf bis zu 25 – 30 % (je nach Region) gestiegen. Seit 2014 wurden aus dem föderalen Haushalt 34 Mrd. Rubel (ca. 450 Mio. Euro) für direkte Zuschüsse an Landtechnikhersteller bereitgestellt;

- Leasingprogramme der «Rosagroleasing» AO und Bankkreditprogramme;

- Anträge von Landwirten zum Kauf von Landtechnik zur Finanzierung mit zinsgünstigen Krediten.[11]

Im Jahre 2019 wurde das Vergabesystem für die direkten Zuschüssen geändert, indem auf subventioniertes Leasing als Hauptinstrument zur Unterstützung der russischen Landtechnik gesetzt wurde. Im Juni wurde die Gesellschaft “Rosagroleasing” AO in den Geschäftsbereich des föderalen Landwirtschaftsministeriums übertragen.[12] Das Ressort genehmigte darüber hinaus ein Verzeichnis[13] über die Landtechnik, die zu günstigen Bedingungen geleast werden kann. [14]

Damit soll der Schwerpunkt der staatlichen Förderung auf die Stimulierung einer kaufkraftstärkeren Nachfrage nach Landmaschinen verlagert werden. Das Ministerium rechnet damit, dass das vergünstige Leasing auch für kleinbäuerliche Betriebe verfügbar sein wird, die sich derzeit den Erwerb neuer technischer Gerte selbst mit Rabatt nicht leisten können. Bei einer jährlichen staatlichen Finanzierung in Höhe von 8 Mrd. Rubel (ca. 106,6 Mio. Euro) könnten die Leasingunternehmen innerhalb von drei Jahren 29.300 Maschinen bereitstellen und damit den Bedarf der Regionen um bis zu 86 % decken, schätzt das föderale Landwirtschaftsministerium.[15]

Personalentwicklung für Agrarforschung und Agrarpraxis

Russland hat sich der globalen Bewegung WorldSkills International angeschlossen, die sich für eine Verbesserung der Personalausbildungsstandards einsetzt. WorldSkills Russia wirkt an der Einführung globaler Standards ins nationale Berufsausbildungs- und Hochschulausbildungssystem mit. Im Jahr 2017 haben zum ersten Mal mehr als 14.000 Absolventen von Berufs- und Fachschulen in 26 Regionen Russlands die Demonstrationsprüfung nach WorldSkills Russia Standards abgelegt.[16]

Um das Interesse und die Motivation für Agrarwirtschaft bei Schülern zu erhöhen und um Jugendliche an die Forschungstätigkeit heranzuführen, wird speziell für Schüler ländlicher Schulen der Allrussische Wettbewerb «Agro-NTI» durchgeführt. Ziel des Wettbewerbs ist es, die Schüler ländlicher Schulen mit der Forschungstätigkeit im Rahmen des Förderprogramms „Nationale Technologische Initiative“ (NTI) und dem Einsatz von Hochtechnologieprojekten in der Landwirtschaft vertraut zu machen.[17]

Auch wird die Zusammenarbeit von Agrarhochschulen mit Arbeitgebern aus der Agrarwirtschaft weiterentwickelt. Sie zeigt sich beispielsweise in Kostenübernahmeverpflichtungen von zukünftigen Arbeitgebern für Studierende mit der Inaussichtstellung einer anschließenden Beschäftigung im Unternehmen, in der Ausbildung gemäß individueller Pläne nach konkreten Vorgaben des Arbeitgebers, in gemeinsamen Bildungsprogrammen, Berufspraktiken und praxisorientierten Weiterbildungen sowie in Meisterklassen unter Beteiligung von Vertretern aus der Praxis.[18] Auch auf staatlicher Ebene existiert diese Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Arbeitgeber: 2019 startete das Master-Programm «Weltagrarmärkte» in Kooperation zwischen dem Landwirtschaftsministerium und Moskauer Hochschule für internationale Beziehungen (MGIMO). Die Absolventen des Studiengangs sollen russische Agrarproduzenten bei der Erschließung internationaler Märkte (insbesondere Exportmärkte) unterstützen. Für das erste Studienjahr sind aktuell 24 Studierende immatrikuliert.[19]

Staatliche Unterstützung erfährt auch die technische Modernisierung in Fachbildungseinrichtungen sowohl im Bereich der Hochschul-[20] als auch der Berufsausbildung, wobei den Berufsschulen besondere Aufmerksamkeit gewidmet wird. So sollen in den Regionen bis zum Jahr 2024 5.000 nach dem neuesten Stand der Technik ausgerüstete Ausbildungswerkstätten mit den bevorzugten Ausbildungsrichtungen Bauwesen, Verkehr, Landwirtschaft sowie Informations- und Kommunikationstechnologien gegründet werden. In diesen Werkstätten können die Auszubildenden auch Demonstrationsprüfungen nach den WorldSkills-Standards ablegen. Für 2019 ist bereits die Eröffnung von 800 entsprechenden Werkstätten geplant.[21]

Auch wird an den rechtlichen Grundlagen gearbeitet um die Personalentwicklung in der Agrarforschung und -praxis zu verbessern, so z.B. an Ergänzungen zum Gesetz «Über die Entwicklung der Landwirtschaft» über die Einführung einer speziellen Förderfähigkeit für landwirtschaftliche Forschungs- und Bildungseinrichtungen - ähnlich wie für Agrarbetriebe[22] - und an Möglichkeiten für eine Beibehaltung der hochschuleigenen Lehr- und Versuchsbetriebe bei Agrarhochschulen.[23]

Im Rahmen des nationalen Förderprojekts «Wissenschaft» werden eine Reihe von Fördermaßnahmen zur Weiterentwicklung des Forschungspotentials der Agrarwirtschaft umgesetzt.

- Konzeption und Gründung von etwa 14 Agrarzentren für Forschung und Bildung (NOZ) im Rahmen des Nationalprojekts „Science“ als Verbundplattformen mit Agrarhochschulen, Interessen der Praxisunternehmen und regionalen Behörden. Die Aktivitäten der NOZ sollen auf Grundlagenforschung und angewandte Forschung ausgerichtet werden. Auf der Basis der Zentren sollen in einem neuen Format hochqualifiziertes Personal für die Agrarwirtschaft ausgebildet und Voraussetzungen für eine effektive Forschung geschaffen werden.[24] In diesem Jahr wurden bereits Fördermittel für fünf bereits gegründete Agrarzentren für Forschung und Bildung in der Region Perm, in den Gebieten Belgorod, Kemerowo, Nischni Nowgorod und Tjumen bereitgestellt.

- Errichtung von Zentren für Pflanzenzüchtung und Saatgutvermehrung sowie Tierzuchtzentren für die Entwicklung neuer leistungs- und wettbewerbsfähiger und nachfrageorientierter nationaler Züchtungen (siehe auch Abschnitt über die Entwicklung der Züchtung und Saatgutproduktion). Bis Ende 2019 sollen 15 entsprechende Zentren gegründet werden, bis 2021 35 Zentren

- 2019 wurden in acht föderalen Kreisen auf der Basis von 63 Forschungseinrichtungen 100 neue Agrarlabore gegründet, davon 20 fachübergreifend und 80 spezialisiert auf Bereiche wie intelligente Digitalsysteme, Bioinformationstechnologien, Agrar-Biotechnologien, Genom-Editing, Ökolandbau sowie pathogene Diagnostik bei Tieren. In den neuen Laboren sollen mehr als 1.000 Wissenschaftler mit einem Anteil an Nachwuchswissenschaftlern bis 39 Jahren von 80 % beschäftigt werden.[25]

Als spezielle Maßnahme im nationalen Projekt „Wissenschaft“ ist der Aufbau von mindestens fünf Agro-Biotechnoparks vorgesehen. Die Gründung des ersten Parks auf Basis des „Föderalen wissenschaftlichen Agraringenieur-Zentrums VIM“ in Rjasan wurde bereits angekündigt. Die Aufgabe dieser Parks besteht in der effektiven Integration aller Stakeholder, um wissenschaftlich-technische Produkte mit hoher Nachfrage und ihre erfolgreiche Praxiseinführung zu entwickeln.[26]

Auch werden mit Unterstützung durch die Wirtschaft und die Behörden vor Ort verschiedene branchenorientierte Initiativen auf der Ebene der Regionen umgesetzt, zum Beispiel die Gründung regionaler Forschungs- und Produktionscluster.[27]

Über weitere Maßnahmen, die u.a. auch die Entwicklung der nationalen Pflanzenzüchtung, Saatgutproduktion und Tierzucht sowie die Entwicklung von Gentechnologien betreffen, können Sie sich, liebe Leserinnen und Leser, in unserem auf unserer Website unter „Publikationen“ veröffentlichten ausführlichen Artikel in der vollen Version informieren.


[1] komitet2-20.km.duma.gov.ru/upload/site2/document_news/018/383/896/Stenogramma_kruglogo_stola_21_marta_Komiteta_po_agrarnym_voprosam.docx

[2] http://komitet2-20.km.duma.gov.ru/upload/site2/document_news/018/383/896/Rekomendatsii_Parlamentskikh_slushaniy_21_marta.pdf

[3] komitet2-20.km.duma.gov.ru/upload/site2/document_news/018/383/896/Stenogramma_kruglogo_stola_21_marta_Komiteta_po_agrarnym_voprosam.docx

[4] http://mcx.ru/upload/iblock/1e9/1e97bd2630e613804cf5ef016063bd60.pdf

[5] http://komitet2-20.km.duma.gov.ru/upload/site2/document_news/018/383/896/Rekomendatsii_Parlamentskikh_slushaniy_21_marta.pdf

[6] http://komitet2-20.km.duma.gov.ru/upload/site2/document_news/018/383/896/materialy_Kruglogo_stola_21_marta_1.pdf

[7] https://kvedomosti.ru/news/bolee-6-mlrd-rub-vydelyat-na-12-nauchnyx-programm-po-selskomu-xozyajstvu-do-2025-goda.html

[8] http://mcx.ru/press-service/news/v-polovine-regionov-rossii-otmechaetsya-polozhitelnaya-dinamika-tsifrovizatsii-apk/

[9] https://www.nsss-russia.ru/2019/08/01/цифровизация-апк/

[10] http://www.dairynews.ru/news/rossiyskie-agrarii-povysili-trebovaniya-k-selkhozt.html

[11] http://mcx.ru/press-service/news/s-nachala-goda-regiony-rossii-priobreli-9-5-tysyach-traktorov-i-kombaynov/

[12] https://kvedomosti.ru/news/pravitelstvo-utverdilo-pravila-subsidirovaniya-rosagrolizinga.html

[13] https://regulation.gov.ru/projects#npa=95002

[14] https://kvedomosti.ru/news/minselxoz-utverdil-perechen-selxoztexniki-peredavaemoj-v-lizing-na-lgotnyx-usloviyax.html

[15] http://mcx.ru/press-service/news/lgotnyy-lizing-uskorit-tekhnicheskuyu-modernizatsiyu-apk/

[16] https://worldskills.ru/o-nas/dvizhenie-worldskills/

[17] http://kids.agronti.ru/

[18] https://agro.ru/news/32570-specialist-pod-zakaz

[19] http://mcx.ru/press-service/news/dan-start-obucheniyu-v-magistrature-mirovye-agrarnye-rynki-v-mgimo/

[20] http://mcx.ru/press-service/regions/v-kubgau-otkryli-unikalnuyu-laboratoriyu-molekulyarno-geneticheskikh-issledovaniy/

[21] https://kvedomosti.ru/news/olga-vasileva-rasskazala-kak-izmenyatsya-rossijskie-kolledzhi-za-neskolko-let.html

[22] https://kvedomosti.ru/news/v-gosdume-namereny-dobitsya-uvelicheniya-gospodderzhki-dlya-agrarnyx-vuzov.html

[23] https://kvedomosti.ru/news/senatory-prizvali-podderzhat-uchebno-opytnye-xozyajstva.html

[24] http://www.dairynews.ru/news/ne-menee-14-agrarnykh-nauchno-obrazovatelnykh-tsen.html

[25] https://agro.ru/news/32681-minobrnauki-rf-vybralo-18-regionov-dlya-sozdaniya-nauchnyh-centrov-po-selskomu-hozyaistvu

[26] https://agro.ru/news/32195-v-rossii-poyavitsya-pervyi-agrobiotehnopark

[27] http://mcx.ru/press-service/regions/v-tatarstane-podpisan-memorandum-o-sozdanii-mezhdunarodnogo-nauchno-proizvodstvennogo-klastera/