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Bienensterben in Russland: Föderales Agrarministerium untersucht Ursachen

Im Juni 2019 meldeten mehrere Regionen Russlands ein Massensterben bei Bienenvölkern, darunter die Republiken Udmurtien und Mari El, die Gebiete Saratow, Lipezk, Kursk, Brjansk und Uljanowsk sowie die Region Altai. Schätzungen der Experten zufolge sind hiervon bereits bis zu 60 % des regionalen Bienenbestandes betroffen. Für die russische Landwirtschaft könnte dies Ernteausfälle im Gesamtwert von einer Billion Rubel zur Folge haben. Die eigenen Verluste (unmittelbare Kosten des Bienensterbens und der entgangenen Produktion) schätzen die Imker bereits auf gut 2 Milliarden Rubel. Vermutungen zufolge liegt die Ursache für das Bienensterben im unkontrollierten Einsatz von Pestiziden und chemischen Düngemitteln durch Landwirte. Eine fundierte Bestätigung dieser Vermutung liegt bisher allerdings nicht vor.

Die Staatsduma der Russischen Föderation berief eine Sonderberatung mit Vertretern der Branche ein und plant offizielle Eingaben an das Landwirtschaftsministerium und weitere betroffene Ressorts, um auf die Dringlichkeit der Ursachenermittlung hinzuweisen. Auf Anfrage teilte das russische Landwirtschaftsministerium mit, in diesem Zusammenhang bis zum 30. Juli 2019 noch weitere Informationen der regionalen Agrarbehörden zur aktuellen Situation auswerten und anschließend konkrete Vorschläge für die betroffenen Akteure ausarbeiten zu wollen.

Quelle:

Website AGRO.RU https://agro.ru/news/32288-ushherb-dlya-apk-iz-za-massovoi-gibeli-pchel-ocenili-v-1-trln-rublei

KVEDOMOSTI.RU https://kvedomosti.ru/news/minselxoz-proanaliziruet-posledstviya-massovoj-gibeli-pchel.html

https://kvedomosti.ru/news/eksperty-ocenili-ushherb-ot-massovoj-gibeli-pchel-v-rossijskix-regionax-v-2-mlrd-rublej.html