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Deutschland: Folgen und Hilfen nach Extremwetter im Wald

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat erfasst, wie hoch die durch Extremwetterereignisse entstandenen Schäden in der Forstwirtschaft sind. Das Aufkommen an Kalamitätsholz in 2018 beträgt rund 32,4 Mio. m³. Für 2019 wird mit weiteren 35 Mio. m³ Kalamitätsholz gerechnet. Hinzu kommt der Schaden an vertrockneten Kulturen und Pflanzungen, die sich nach den jüngsten Meldungen auf über 110.000 ha addieren. Weitere finanzielle Belastungen für die Forstbetriebe entstehen unter anderem durch Marktstörungen.

Das BMEL hat in Absprache mit dem Bundesministerium der Finanzen die bestehenden steuerlichen Erleichterungen für das Steuerjahr 2018 für besonders betroffene Forstbetriebe erweitert. Die für 2019 neu vom Bund in die GAK eingebrachte Maßnahmengruppe „Förderung von Maßnahmen zur Bewältigung der durch Extremwetterereignisse verursachten Folgen im Wald“ kann zusätzlich in Höhe von 5 Mio. € pro Jahr gefördert werden. Zusammen mit den Kofinanzierungsmitteln der Länder resultieren hieraus Mittel in Höhe von insgesamt 8,3 Mio. € pro Jahr bzw. 41,7 Mio. € bis zum Jahr 2023. Bundesministerin Julia Klöckner wird zudem im Herbst dieses Jahres veranlassen, dass nicht genutzte GAK-Bundesmittel für 2019 auch zwischen den Ländern zu Gunsten derjenigen Länder umgeschichtet werden, die Mehrbedarf für Maßnahmen zur Bewältigung der Folgen der Extremwetterereignisse im Wald haben.

Quelle: Website forstpraxis.de https://www.forstpraxis.de/folgen-und-hilfen-nach-extremwetter-im-wald/