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Verschärfungen zur Düngeverordnung: Neue Vorschläge Deutschlands für Brüssel

Die Bundesregierung hat sich nach einem breit angelegten Konsultationsprozess mit Ländern, Verbänden und Abgeordneten auf Vorschläge zur weiteren Beschränkung der Düngung verständigt. Das Ziel ist es, den Schutz der Gewässer zu verbessern und damit die Anforderungen des gegen Deutschland ergangenen EuGH-Urteils zur EG-Nitratrichtline zukünftig zu erfüllen. Die Vorschläge wurden an die Europäische Kommission gesendet. Ein Inkrafttreten der neuen Düngeverordnung ist für Mai 2020 geplant (sofern die Kommission den Maßnahmen zustimmt).

In den Gebieten, die mit Nitrat belastet sind, schlägt die Bundesregierung „für die Landwirte zwar einschneidende, aber im Ganzen zum Schutz des Grundwassers notwendige Maßnahmen“ vor. Diese umfassen: die Reduzierung der Düngung in den sogenannten „Roten Gebieten“ mit besonders hohen Nitratwerten um 20% im Betriebsdurchschnitt, zusätzlich gibt es eine Mengen-Obergrenze in Höhe von 170 kg Stickstoff je Hektar und Jahr pro Schlag bzw. für Einzelflächen; eine bis zu vier Wochen verlängerte Sperrzeit, in denen das Düngen in belasteten Gebieten nicht erlaubt ist; größere Abstände zu Gewässern beim Düngen. Der Vorschlag für die neue Düngeverordnung zieht viele Reaktionen aus der Branche nach sich. Sie reichen von der Angst vor einem Strukturbruch bis zur Skepsis ob es diesmal reicht.

Quelle: BMEL

https://www.bmel.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/2019/124-Duengeverordnung.html

https://www.bmel.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/2019/125-Duengeverordnung.html

Website TopAgrar

https://www.topagrar.com/management-und-politik/news/so-sieht-die-einigung-zur-duengeverordnung-aus-11572788.html

https://www.topagrar.com/acker/news/duengeverordnung-ist-das-die-letzte-chance-11573519.html