<< zurück

Wirtschaftliche Stimmung in deutscher Landwirtschaft verschlechtert

Nach den Ergebnissen des aktuellen Konjunkturbarometers Agrar des Deutschen Bauernverbandes (DBV) für den Monat März hat sich die Einschätzung der wirtschaftlichen Lage durch die Landwirte gegenüber Dezember 2018 verschlechtert. Aktuell ist der Index des Konjunkturbarometers Agrar gegenüber der vorangegangenen Erhebung von 23,9 Punkten auf 22,3 Punkte zurückgegangen. Der aktuelle Indexwert entspricht in etwa dem Wert von März 2018 (22,1), liegt aber erheblich unter den Indexwerten früherer Jahre, wo in der Spitze gut 36 Punkte erreicht wurden. Der Indexwert fasst die Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung und die Erwartungen an die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung zusammen.

Auf der Notenskala von 1 bis 5 wird die aktuelle wirtschaftliche Situation im Durchschnitt der Betriebe mit 2,97 besser beurteilt als die künftige Entwicklung mit einem Wert von 3,10. Gegenüber Dezember 2018 hat sich die Einschätzung kaum verändert. Als Spätfolge des Dürresommers 2018 ist die Liquiditätssituation für ein Viertel der Landwirte im Osten Deutschlands besonders angespannt.

Die Investitionsplanungen der Landwirte für die kommenden sechs Monate liegen erheblich unter dem entsprechenden Vorjahresstand. Nur 29 Prozent der Landwirte wollen in dieser Zeit investieren; vor einem Jahr waren es 35 Prozent. Das für die nächsten sechs Monate geplante Investitionsvolumen liegt mit 4,1 Milliarden Euro um 0,4 Milliarden Euro unter dem entsprechenden Vorjahresstand. Das relativ hohe Niveau der Jahre 2013 und 2014 mit geplanten halbjährlichen Investitionsvolumina von gut 6 Milliarden Euro wird weit verfehlt.

Quelle: DBV https://www.bauernverband.de/konjunkturbarometer-agrar-maerz-2019