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VORWORT ZUR ELFTEN AUSGABE UNSERES RUNDBRIEFES

Liebe Leserinnen und Leser,

in unserem Rundbrief April 2019 informieren wir Sie über wichtige Themenfelder und Aktivitäten der russischen Agrarpolitik und des Deutsch-Russischen Agrarpolitischen Dialogs im Zeitraum Januar bis März 2019.

Das erste Quartal 2019 lag politisch und auch im Hinblick auf die Aktivitäten des Deutsch-Russischen Agrarpolitischen Dialogs ganz im Zeichen zahlreicher bilateraler Begegnungen anlässlich von Messen.

Auch in diesem Jahr war die Russische Föderation wieder mit einer hochkarätigen Delegation auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vertreten. Der russische Landwirtschaftsminister Dmitrij Patruschew eröffnete den russischen Messepavillon und überzeugte sich persönlich vom großen Interesse der zahlreichen Besucher sowie den attraktiven kulinarischen Angeboten seines Landes. Darüber hinaus gehörten der Delegation Staatssekretär Iwan Lebedew, der stellvertretende Landwirtschaftsminister Sergej Lewin, der Vorsitzende des Agrarausschusses des Föderationsrates Alexej Majorow sowie der AKKOR-Präsident und stellvertretende Vorsitzende des Agrarausschusses der Staatsduma Wladimir Plotnikow an.

Unter dem gemeinsamen Vorsitz des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft sowie des stellvertretenden Landwirtschaftsministers der Russischen Föderation Sergej Lewin fand am 17. Januar 2018 im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) die Sitzung der gemeinsamen Projektsteuerungsgruppe statt, bei der das Thema Digitalisierung als neuer Schwerpunktbereich für die Aktivitäten des Deutsch-Russischen Agrarpolitischen Dialogs im Jahr 2019 aufgenommen wurde.

Gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Agrarwirtschaft im Ostausschuss der deutschen Wirtschaft-Osteuropaverein veranstaltete der Deutsch-Russische Agrarpolitische Dialog im Rahmen der Internationalen Grünen Woche eine Podiumsdiskussion zum Thema „Zukunft Effizienz – Deutschland und Russland als Anwender moderner und digitaler Agrartechnologien“.

Der Landwirtschaftsminister des Moskauer Gebiets Andrej Rasin informierte sich im Rahmen einer Betriebsbesichtigung im Landkreis Märkisch-Oderland über die Möglichkeiten der Biogasgewinnung, u.a. mittels organischer Abfälle und zur Umwandlung in Wärme und Strom für den Eigenbedarf bzw. zur Einspeisung ins Netz.

Ein weiteres Highlight war der Besuch einer großen russischen Delegation bei der BioFach in Nürnberg unter der Leitung von Vizepremierminister Alexej Gordejew. Bei einem Arbeitstreffen zwischen der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft Julia Klöckner und Vizepremierminister Alexej Gordejew wurde u.a. die Bildung einer gemeinsamen bilateralen Arbeitsgruppe vereinbart, die Kriterien und Verfahren im Hinblick auf die gegenseitige Anerkennung von Zertifizierungsverfahren für Ökolandbauprodukte erörtern soll. Im vom Deutsch-Russischen Agrarpolitischen Dialog organisierten Rahmenprogramm informierten sich die Delegationsmitglieder vor Ort über aktuelle Trends der Ökobranche, über die Rolle innovativer technologischer Methoden bei der Produktdiversifizierung sowie über in der Anwendung bewährte Verfahren einer effektiven Qualitätskontrolle.

Die Themen Digitalisierung, Ökolandbau, Nachhaltigkeit und ländliche Entwicklung nehmen auch in unseren beiden Artikeln eine zentrale Rolle ein. Nachdem wir Ihnen in unserem letzten Rundbrief einen ausführlichen Rückblick auf das Jahr 2018 gegeben haben, möchten wir dieses Mal den Blick nach vorne richten.

Der erste Artikel beschäftigt sich mit allgemeinen Trends und der Marktentwicklung in den Bereichen Pflanzenbau und Tierzucht in Russland im Jahr 2019.

In unserem zweiten Artikel stellen wir Ihnen ausgewählte aktuelle Aspekte und Trends der Agrarförderpolitik vor. Die Auswahl behandelt Kleinunternehmen, Agrarversicherungen, den ökologischen Landbau, Lebensmittel- und Produktsicherheit bzw. -qualität sowie Digitalisierung und Modernisierung im Agrarsektor.

Wir hoffen, Ihnen mit dieser Auswahl einen guten und umfassenden Überblick über die aktuellen Schwerpunkte bzw. Schwerpunktverschiebungen in der russischen Agrarförderpolitik vermitteln zu können. Ausführlich über die genannten und weitere Veranstaltungen informieren wir Sie wie gewohnt in unserer Veranstaltungsübersicht.

Liebe Leserinnen und Leser, der Deutsch-Russische Agrarpolitische Dialog wünscht Ihnen eine interessante und gewinnbringende Lektüre unseres Rundbriefes!

Herzlichst,

Ihr Team vom Deutsch-Russischen Agrarpolitischen Dialog