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Global Forum for Food and Agriculture: Agrarminister setzen auf Digitalisierung

Das "Global Forum for Food and Agriculture" (GFFA), das alljährlich während der Grünen Woche in Berlin stattfindet, war in diesem Jahr dem Thema "Digitalisierung" gewidmet. Zum ersten Mal in der Geschichte des GFFA sprach Bundeskanzlerin Angela Merkel vor den Landwirtschaftsministern sowie Vertretern zahlreicher internationaler Organisationen. Die Kanzlerin legte das Augenmerk auf die Chancen der Digitalisierung – für die Bekämpfung des weltweiten Hungers, aber auch, um mit einer nachhaltigen Landwirtschaft die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens umzusetzen. In Deutschland will Julia Klöckner das Thema auch vorantreiben und 70 Millionen Euro bis 2022 in digitale Projekte auf dem Land investieren.

Am Schluss der Tagung unterzeichneten Agrarminister aus 74 Ländern ein Abschlusscommuniqué. Die Agrarminister haben sich verpflichtet, bei Landwirtschaft und Digitalisierung sowohl Chancen als auch Risiken im Blick zu behalten und nach Lösungen zu suchen, um die bestehende digitale Kluft zu verringern und den Zugang zu digitalen Technologien in der Landwirtschaft weltweit zu verbessern. Die Digitalisierung in der Landwirtschaft lasse sich nicht ausschliesslich nationalstaatlich gestalten – sondern die Vernetzung soll international stattfinden. Demgemäß haben sich die Agrarminister darauf verständigt, einen internationalen Digitalrat einzurichten. Dieser soll die Länder in Fragen der Digitalisierung beraten und den Austausch von Ideen und Erfahrungen vorantreiben. Das Konzept dafür soll die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation, FAO, ausarbeiten.

Quelle: Landwirtschaftlicher Informationsdienst (LID) https://www.lid.ch/agronews/detail/news/agrarminister-setzen-auf-digitalisierung/

Website Topagrar https://www.topagrar.com/management-und-politik/news/70-millionen-euro-fuer-digitale-projekte-10264128.html