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Erweiterte Sitzung der Agrarausschüsse

Am 15. Dezember trafen sich Vertreter der beiden Agrarausschüsse der Staatsduma und des Föderationsrates im Tagungszentrum Golyzino, um in einer erweiterten Sitzung zum Thema „Zur rechtlichen Gewährleistung der Erzeugung, Aufbereitung, Veredlung und dem Vertrieb von Getreide in der russischen Föderation“ gemeinsam über die aktuellen Herausforderungen im Getreidesektor zu diskutieren. An der Sitzung nahmen Vertreter der Wirtschaft, von Branchenverbänden, wissenschaftlicher Einrichtungen und ein deutscher Experte teil.

Eine Förderung der Infrastrukturentwicklung im Getreideproduktionssektor wurde von allen Teilnehmenden als wichtig erachtet, hierzu wird vom russischen Landwirtschaftsministerium ein Förderprogramm aufgelegt, ein Gesetz dazu wird verabschiedet, wie Sergej Suchov, Stellvertretender Abteilungsleiter für Regulierung der Agrarmärkte und Infrastrukturentwicklung im russischen Landwirtschaftsministerium erläuterte. Vor allem im Bereich der Lagerung sahen die Teilnehmer Handlungsbedarf. Pavel Skurichin, der Präsident des nationalen Getreideerzeugerverbandes wies auf die möglichen Preissteigerungen im Lebensmittelsektor hin (zum Beispiel Schweinefleisch), wenn die Futtermittel sich auf Grund der Missernten in vielen Teilen des Landes verknappen.

Verbesserungen in der Saatgutgesetzgebung sieht Waleri Schmal, Leiter der staatlichen Sortenkommission für unabdingbar, um die Getreideerzeugung Russlands zu stärken. Auch die Bodengesetzgebung und die dadurch teilweise erschwerte Kreditvergabe an Landwirtschaftsbetriebe werden als Hemmnis für die Entwicklung in der Getreideproduktion gesehen, nicht zuletzt dadurch hat die bewirtschaftete Fläche eine geringere Ausdehnung als in den 80er Jahren.

Der Vorsitzende des Agrarausschusses der Staatsduma, Walentin Denissow bedankte sich bei den Teilnehmern für die Anmerkungen und Hinweise und beim deutschen Experten Dr. Ralph Thomann vom Institut für Getreideverarbeitung für den Exkurs in die Möglichkeiten, die sich für die Getreideverarbeitung in Zukunft bieten.

Judith Moering