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Internationale Zusammenarbeit junger Wissenschaftler im Agrarbereich

Am 17. September stand das Thema “Internationale Zusammenarbeit, studentischer Austausch und internationale Praktika“ auf der Tagesordnung der jährlichen Sitzung des Allrussischen Rates Junger Wissenschaftler und Spezialisten der landwirtschaftlichen Bildung. Zu Beginn des Runden Tisches, der in der Stadt Wolgograd stattfand, wurden die Bedeutung und das große Potential der internationalen Kooperation, gerade vor dem geschichtlichen Hintergrund der Stadt herausgestellt. Auch die noch immer mit Einschränkungen verbundene Corona-Pandemie brachte einen fast vollständigen Stillstand in die ansonsten rege wahrgenommenen studentischen Austauschprogramme. Seitens des APD präsentierte Herr Amersdorffer mögliche Bildungswege im Agrarbereich in Deutschland und stellte u.a. den positiven Trend in der Zahl der Studierenden heraus. Dabei umfasst, gesehen über die letzten 15 bis 20 Jahre, das Berufsziel der „grünen Berufe“ heute ein weitaus breiteres Spektrum im Feld der agrarischen Produktion und Ernährungswissenschaften bis hin zu den heute immer vielseitigeren diversifizierten Beschäftigungsmöglichkeiten im ländlichen Raum. Weitere Vorträge von Seiten verschiedener Agraruniversitäten Russlands gaben Einblicke in die mit viel Engagement betriebene internationale Zusammenarbeit. Interessant war, dass, ganz im Gegensatz zu den meisten Programmen, die in Deutschland zu finden sind, in Russland der Fachkräftemangel eine starke Motivation darstellt, die ausländischen Studenten als Arbeitskräfte in der jeweiligen Region langfristig zu binden. So wurde berichtet, dass bis zu 70% der ausländischen Studenten am Ort ihres Studiums verbleiben und im Agrarsektor tätig werden.

Das Thema Fachkräftemangel wird auch im Rahmend er Dialogplattform für nachhaltige Landwirtschaft im Agrarpolitischen Dialog diskutiert. Es soll eine Initiative zur Unterstützung der Dualen Ausbildung in Russland insbesondere zu Inhalten der nachhaltigen Landwirtschaft gestartet werden.