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„Agrotourismus als zusätzliches Instrument zur Förderung von landwirtschaftlichen Genossenschaften und bäuerlichen Betrieben“

Am 23. September 2021 fand ein Workshop zum Thema „Agrotourismus als zusätzliches Instrument zur Förderung von landwirtschaftlichen Genossenschaften und bäuerlichen Betriebe“ mit Unterstützung des russischen Landwirtschaftsministeriums statt. An der Online-Veranstaltung nahmen rund 140 Teilnehmer aus verschiedenen Städten der Russischen Föderation teil. Taras Astachow, Vorsitzender des Verbandes im Bereich Agrotourismus und Georgij Gruscha, Leiter der Abteilung für Entwicklung des Inlandstourismus im Ministerium für Kurorte, Tourismus der Region Krasnodar hielten ihre Vorträge.

Der Experte des Projekts „Deutsch-Russischer Agrarpolitischer Dialog“ Harald Ulmer berichtete über viele Erfahrungen auf dem Gebiet der Entwicklung regionaler Tourismusaktivitäten, der Förderung des Agrotourismus in Deutschland. Der Agrartourismus werde in Deutschland über die Mittel zur Diversifizierung im ländlichen Raum gefördert. Die landwirtschaftlichen Betriebe erhalten für Investitionen für „Urlaub auf dem Bauernhof“ oder „Bauernhofcafés“ eine Beihilfe von bis zu 25% der Gesamtinvestitionen.

Für eine erfolgreiche Entwicklung des Agrartourismus gelte es, den landwirtschaftlichen Betrieben die Chancen durch den Einstieg in den Agrotourismus aufzuzeigen und diesen mit gezielten Investitionsfördermitteln zu unterstützen, so Harald Ulmer. Der Agrartourismus könne für viele landwirtschaftliche Betriebe das Tor in eine neue Zukunft aufstoßen und neue Einkommensmöglichkeiten schaffen.

In Deutschland treffen Trend zu Biolebensmitteln und dem neuen Interesse am Landleben zusammen. Die Richtung für die Entwicklung im Bereich Agrotourismus, wie z.B. Tierschutz erleben (unter anderem Haltungs- und Lebensform verschiedener Tiere zeigen), Familien-Erlebnis-Angebot für Bio-Bauernhöfe usw., werde nur von der eigenen Idee abhängen. Der Markt sei nach wie vor offen für neue und interessante Angebote, die sich mit den staatlichen Fördermaßnahmen auch wirtschaftlich auswirken würden.

Viele Teilnehmer hoffen darauf, dass der internationale Erfahrungsaustausch in einem noch jungen, aber vielversprechenden Segment des Tourismus in Russland, dem Agrotourismus, fortgesetzt wird.