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Session „Digitale Transformation der Landwirtschaft“ im Rahmen der Internationalen Konferenz "Strategische Richtungen zur Entwicklung des technischen Potenzials der Agrarwirtschaft. Innovationen und Digitalisierung"

Am 25. Mai 2021 fand an der Russischen Staatlichen Agraruniversität Timiryazev -Akademie die Internationale wissenschaftlich-praktische Konferenz «Strategische Richtungen zur Entwicklung des technischen Potenzials der Agrarwirtschaft» anlässlich der wissenschaftlichen, pädagogischen und beruflichen Tätigkeit von Herrn Prof. Dr. oec. Juri Konkin, Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften, statt.

An der Veranstaltung nahmen Vertreter von Forschung und Lehre, Studenten und Doktoranden sowie Vertreter der Agrarpraxis teil. In der Konferenz wurden sowohl russische als auch internationale Erfahrungen in der angewandten und interdisziplinären Forschung zum Thema «Strategische Ziele in der Entwicklung des technischen Potentials der Agrarindustrie Russlands» im Rahmen von 4 Fachrichtungen (Fachsessions) vorgestellt und diskutiert:

  1. «Produktion und wirtschaftliche Bewertung von technischen Mitteln und Systemen auf dem Agrarsektor»,
  2. «Technologische Entwicklung und innovative Prozesse in der Agrarwirtschaft Russlands – auf dem Weg zu Agriculture 4.0»,
  3. «Digitale Transformation der Landwirtschaft unter den Bedingungen von Industrie 4.0»,
  4. «Innovationstechnologien und Informationsversorgung der ingenieurtechnischen Systeme in der Agrarwirtschaft».

Zu Beginn der Session «Digitale Transformation der Landwirtschaft» wurde das Weiterbildungsprogramm «Digitale Transformation der Unternehmen, Branchen und Komplexe unter den Bedingungen von Industrie 4.0» präsentiert, das vom Lehrstuhl für angewandte Agrarinformatik der Staatlichen Agraruniversität Timiryazev und dem Bildungszentrum «Foresight-Bildung»[1] entwickelt und durchgeführt wird.

Professor Dr. agr. Patrick Ole Noack, Experte des Projekts "Deutsch-Russischer Agrarpolitischer Dialog", Agrarsystemtechnik, HOCHSCHULE WEIHENSTEPHAN-TRIESDORF, Fakultät Landwirtschaft, Lebensmittel und Ernährung, Studiendekan Studiengang Agrartechnik, Wissenschaftlicher Leiter des Kompetenzzentrums für Digitale Agrarwirtschaft berichtete zum Thema «Digitale Transformation der deutschen Landwirtschaft».

Die Digitalisierung (am Beispiel der automatischen Lenksysteme für Feldbearbeitung, Erntearbeiten und Teilbreitenschaltung) ermögliche es, bei der Feldarbeit Überlappungen und Fehlstellen zu minimieren, die Schlagkraft zu erhöhen, Verfahrenskosten zu reduzieren, Betriebsmittel zu sparen, Ernteverluste zu senken, Fahrer zu entlasten (längere Einsatzzeiten auch bei schlechter Sicht, Vermeidung von Schäden, verbesserte Überwachung der Arbeitsqualität).

Dabei bleibe nach Auffassung von Herrn Noack für die teilflächenspezifische Bewirtschaftung noch eine ganze Reihe von Herausforderungen, wie die Nutzung von vielen Daten zur Ableitung von konkreten Handlungsanweisungen, oft fehlende Einbeziehung vorhandenen Wissens der Betriebsleiter, technische Herausforderung bei der Umsetzung (fehlende Schnittstellen, Kompatibilitätsprobleme), fehlender bzw. stark variabler Nutzen (Böden, Wetter). Ein deutsch-russischer Austausch zu Lösungserfahrungen dieser Fragen wäre von großem Interesse.


[1] https://sdo.timacad.ru/local/crw/category.php?cid=290&crws