<< zurück

Internationale Videokonferenz „Ökologischer Tourismus in Russland und der Welt: erfolgreiche Praktiken“

Am 23. April 2021 fand in der Stadt Uljanowsk die Internationale Konferenz "Ökologischer Tourismus in Russland und der Welt: Erfolgreiche Praktiken" statt, um sich mit den vorhandenen russischen und ausländischen Erfahrungen im Bereich des ökologischen Tourismus vertraut zu machen, und die Verbreitung der besten Praktiken im Bereich des ökologischen Tourismus zu fördern. An der Veranstaltung nahmen Vertreter der Regierungs- und Verwaltungsorganen auf Bundes-, Regional- und lokaler Ebene (einschließlich Vertreter des Landwirtschaftsministeriums der Russischen Föderation, des Ministeriums für natürliche Ressourcen der Russischen Föderation und der Föderalen Agentur für Tourismus); Vertreter der Einrichtungen für ökologischen und ländlichen Tourismus aus Russland und dem Ausland; Vertreter der spezialisierten Bildungseinrichtungen sowie weiterer eingeladene Gäste zum Themenbereich darunter der Experte des Projekts "Deutsch-Russischer agrarpolitischer Dialog Harald Ulmer.

Alexander Smekalin, amtierender Vorsitzender der Regierung des Gebiets Uljanowsk begrüßte die Gäste vor Ort und die über die Videokonferenz zugeschalteten Teilnehmer. Er betonte die aus seiner Sicht wichtige Bedeutung des Agrar- und Ökotourismus im Gebiet Uljanowsk, dass damit auch über seine touristische Hauptanziehung die Herkunftsregion von Lenin zu sein hinauswächst. Mit fast einer halben Million Touristen, davon 20.000 internationalen Gästen, hat sich der Tourismus im Gebiet Uljanowsk zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor entwickelt.

Renata Bibarsova, stellvertretende Leiterin der Abteilung für ländliche Entwicklung des Landwirtschaftsministeriums der Russischen Föderation, präzisierte, dass die Entwicklung des Ökotourismus u. a. zum Wachstum des Einkommens auf dem Lande, zur Attraktivität von Investitionen, zur Förderung regionaler Lebensmittelmarken, zur Verbesserung der Qualität und des Lebensstandards, einschließlich der landwirtschaftlichen Produzenten, beiträgt.

Viele Länder haben bereits Erfahrungen auf dem Gebiet des Ökotourismus. Der APD-Experte Harald Ulmer informierte über die Entwicklung regionaler Konzepte für den Agrartourismus und Schlüsselfaktoren einer erfolgreichen Strategie. Harald Ulmer konnte mit seinem Beitrag insbesondere die Verbindung zwischen Naturtourismus, Ökotourismus und Agrartourismus herstellen. Die direkte Einbeziehung von landwirtschaftlichen Betrieben in die Entwicklungsprogramme für den regionalen Tourismus stand im Mittelpunkt seines Vortrags. Mit dem Programm „Urlaub auf dem Bauernhof“ steht sowohl ein politisches Programm zur Unterstützung von landwirtschaftlichen Betrieben beim Einstieg in den Tourismus und dessen Ausbau, sowie auch die Vermarktung dieses Angebots zur Verfügung. In landschaftlich attraktiven Regionen Deutschlands stellt für viele land-wirtschaftliche Betriebe der Agrartourismus eine wichtige Einkommensquelle dar. Immer mehr werden ökologischen Aspekte bei der Verpflegung, der Unterkunft und dem Erlebnisangebot berücksichtigt. Auch in der neuen Förderperiode der EU-Agrarpolitik spielt der Agrartourismus weiter eine wichtige Rolle.

Mit Andrej Danilow, dem Lehrstuhlinhaber für Regionalstudien und Tourismus der Staatlichen Universität Jaroslawl zum Thema „Technologien zur Entwicklung ökologischer Routen in National- und Naturparks“ kam ein Experte zu den technischen Herausforderungen für die Führung von Besuchern durch die National- und Naturparks zum Wort. Mit neuen für das Smartphone verfügbaren Techniken, können Touristen heute was die Routenführung und die Informationen zum Gebiet angeht, auf eine Vielzahl von Informationen selbst zugreifen. Trotzdem bleibt die geführte Tour durch ausgebildete Naturführer ein einzigartiges Erlebnis.

Die Teilnehmer der Konferenz waren davon überzeugt, dass der Inlandstourismus ein effektives Instrument der ländlichen Entwicklung in Russland wird und zudem von den Erfahrungen des Agrartourismus in Deutschland und Europa auch andere Regionen profitieren können.