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Schulungsseminar für Mitarbeiter der Kompetenzzentren zum Thema "Steigerung der Tätigkeitseffizienz der Kompetenzzentren im Bereich der landwirtschaftlichen Genossenschaften und Unterstützung der Landwirte"

Am 4. und im Jahre 2020 abschließenden Seminar für Mitarbeiter von Kompetenzzentren (8. bis 11. Dezember), das im bereits für alle vertrauten Online-Format stattfand, nahmen fast 150 Kollegen teil. Der thematische Fokus des Seminars lag auf der Frage: Wie kann die Effizienz der Kompetenzzentren im Bereich Landwirtschaftliche Kooperation und Unterstützung der Landwirte verbessert werden?

Zur Eröffnung des Seminars betonte Julia Ogloblina, Vorsitzende des Russischen Landjugendverbands, das Bildungsprogramm bestehe diesmal nicht nur aus traditionellen Rede-beiträgen von Vertretern des russischen Landwirtschaftsministeriums und der АО „Корпорация МСП“ (KMU Korporation AG), von Mitarbeitern der Banken, Einzelhandelsketten und Genossenschaften sondern auch aus interaktiven Seminarblöcken, in denen die SeminarteilnehmerInnen gleichsam Hauptakteure und Redner sind.

Olga Tschagina, Referatsleiterin Forschung und Entwicklung im Zentrum für die Entwicklung von Finanztechnologien der Россельхозбанк (Russische Agrarbank), stellte dem Publikum den ersten Marktplatz Waren für die Landwirtschaft und Erzeugnisse aus der Landwirtschaft vor – die einheitliche digitale Plattform „Свое фермерство“ („My Own Farming“). Vertreter der KMU Korporation AG sprachen über die Möglichkeiten des KMU Business Navigator-Portals, über die von den größten Kunden getätigten Käufe und über das von den РЛК (Regionalen Leasinggesellschaften) für Einzel- und Kleinunternehmen gestartete Pro-gramm – Vorzugsleasing für Ausrüstungen. Darüber hinaus präsentierten die Mitarbeiter der Kompetenzzentren besonders erfolgreiche Fälle ihrer Arbeit vor Ort.

Im Seminarprogramm wurde ein separates Panel vorgesehen, in dem die besten Praktiken des landwirtschaftlichen Genossenschaftswesens präsentiert werden konnten. Iwan Kasew, Vorsitzender der landwirtschaftlichen Verbrauchergenossenschaft „KomiAgroRegion“ (Verabeitung / Absatz / Belieferung) in der Republik Komi, erzählte, was alles seine Genossenschaft in sechs Jahren Existenz erreicht hatte. Dabei teilte er den Teilnehmern seine Ge-danken über die erschwerte Entwicklung derartiger Verbände in Russland mit. „Studienreisen für die Führungskräfte der Verbrauchergenossenschaften in die Regionen der Russischen Föderation müssen ordentlich geplant werden, sind sie doch eine gute Gelegenheit, sich mit der Arbeit der Verbände vertraut zu machen. Das gilt gleichermaßen für die Praktika für angehende Manager bei den gestandenen Genossenschaften“, – meinte Iwan.

In diesem Kontext wurden im Seminar die internationalen Erfahrungen der genossenschaftlichen Arbeit ausgetauscht. Konstantin Hack, Experte des Deutsch-Russischen APD und Mitarbeiter im Genossenschaftsverband – Verband der Regionen e. V., informierte die russischen Kollegen über das mehrstufige System der Genossenschaften in Deutschland und die Raiffeisen-Genossenschaften sowie über die bestehenden Unterstützungsangebote bei der Gründung der Genossenschaften.

Renata Bibarsowa, stellvertretende Leiterin der Verwaltung Ländliche Entwicklung im russischen Landwirtschaftsministerium, hat sich ebenfalls zur Diskussion zugeschaltet. Sie würdigte die Tätigkeit der Kompetenzzentren im Jahr 2020, und teilte mit, dass die Verwaltung momentan an der Umsetzung der Präsidialanordnung arbeite, ein System zur Unterstützung der Landwirte nach dem Prinzip „One-Stop-Shop“ aufzubauen. „Wir werden Kompetenzzentren und Regionen eindeutig empfehlen, derartige Dienstleistungsstellen auf der Basis kommunaler Selbstverwaltungsorgane oder auf interkommunaler Basis einzurichten. Dies ist notwendig, damit Menschen auch in abgelegenen Gebieten Rat erhalten können“, – sagte Renata Bibarsowa.