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Sitzung der Vereinigung der jungen Parlamentarier beim Ausschuss für Agrar-, Ernährungspolitik und Naturnutzung des Föderationsrates der Russischen Föderation

Am 11. November 2020 fand die Online-Sitzung der Vereinigung der jungen Parlamentarier beim Ausschuss für Agrar-, Ernährungspolitik und Naturnutzung des Föderationsrates der Russischen Föderation statt, an derer erster stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Sozialpolitik des Föderationsrates und Koordinator der Vereinigung der jungen Parlamentarier Alexander Warfolomeew, stellv. Vorsitzende des Ausschusses für Agrar-, Ernährungspolitik und Naturnutzung des Föderationsrates RF Elena Zlenko, stellvertretender Premierminister der Regierung der Republik Baschkortostan, Agrarminister Ilschat Fasrachmanow und Vorsitzender der jungen Parlamentarier Sergei Sapronow, junge Parlamentarier sowie die deutschen Experten des Projekts „Deutsch-Russischer Agrarpolitischer Dialog“ teilnahmen. Auf der Agenda standen unter anderem wichtige Fragen und Themen im Zusammenhang mit der Entwicklung und Förderung von Regionalmarken, Programme zur Förderung und Unterstützung junger Landwirte im Agrarsektor auf föderaler und regionaler Ebene.

Die Senatorin Elena Zlenko betonte, dass die Tätigkeit der Vereinigung der jungen Parlamentarier mit der Arbeit des Ausschusses für Agrar-, Ernährungspolitik und Naturnutzung des Föderationsrates der Russischen Föderation eng verbunden sei. Zu den wichtigsten Aufgaben der Organisation gehöre eine effektive Mitwirkung am Gesetzgebungsprozess in Bezug auf die Ernährungssicherheit. Der Ausschuss beteilige sich an der staatlichen Regulierung der Entwicklung auf dem Gebiet der Landwirtschaft und Fischerei, Lebensmittel- und Verarbeitungsindustrie, der ländlichen Gebiete, des Marktes für landwirtschaftliche Produkte. Der zweite Schwerpunkt liege im Bereich der Naturnutzung und Umweltsicherheit.

Ilschat Fasrachmanow deutete an, die regionale Produktion sei von großer Bedeutung. Heutzutage fördere Baschkortostan die Herstellung von regionalen Produkten. In der Republik werden etwa 100 regionale Projekte (ca. 280 Mrd. Rubel) umgesetzt. „Jetzt ist es sehr wichtig, eine menschenwürdige Infrastruktur in den ländlichen Gebieten zu entwickeln…., all dies wird den Zuzug junger Fachleute mit ihren innovativen Ideen und Vorschlägen unterstützen ...“, hob Herr Fasrachmanow hervor.

Andreas Traube vom Spreewald e.V. berichtete über Entwicklung und Förderung von regionalen Marken, ihre Inwertsetzung und grafische Gestaltung. Laut dem deutschen Experten benötige die Einführung einer regionalen Dachmarke einen starken Träger mit guten Kontakten in die Wirtschafts- und kommunale Ebene, sehr wichtig sei dabei die eindeutige Zuordnung der Kompetenzen, Aufgaben und Verantwortlichkeiten. Auch die kontinuierliche Kommunikation mit Endverbrauchern sei entscheidend (dazu gehöre u.a. Erstellung eines Internetportals für Information, Veröffentlichung von redaktionellen Beiträgen und PR-Anzeigen in verschiedenen Tages- und Wochenzeitungen, Fachzeitschriften, in Broschüren der Bürgerinformation, der Tourismuswerbung und in sonstigen Printerzeugnissen regional und überregional usw).

Der Vorsitzende der Bayerischen Jungbauernschaft e.V. Georg Rabl informierte über die Struktur, die Aktivitäten und die Schwerpunkte der Tätigkeit des Verbandes, auch im Bereich der Landjugend und öffentlichen Politik, Agrarpolitik auf föderaler und regionaler Ebene. Der BJB sei eine politisch unabhängige Jugendorganisation, die sich für die Interessen junger Leute auf dem Land einsetze. „Unsere Stärke ist ein offenes Miteinander. Wir stehen füreinander ein und gehen aufeinander zu – im Dorf, in Bayern, in der Welt. In gegenseitiger Achtung bleiben wir beieinander und lernen dabei voneinander. Spaß am ehrenamtlichen Engagement ist die Grundlage für unser Handeln und die Voraussetzung für aktive Landjugendarbeit. Dabei ist es uns besonders wichtig gelebtes Brauchtum in unsere heutige Gesellschaft zu integrieren.“

Abschließend bedankte sich der Vorsitzende der Vereinigung der jungen Parlamentarier Alexander Sapronow beim Projekt „Deutsch-Russischer Agrarpolitischer Dialog“ für seine Unterstützung bei der Organisation und Durchführung dieser Sitzung.