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BioFach 2020

Jedes Jahr findet in Deutschland die weltweit führende Ausstellung für Bio-Produkte BioFach statt. Vom 12. bis 15. Februar 2020 trafen sich zum 31. Male Fachleute aus der Branche, darunter Bioproduzenten sowie Vertreter von Handel, Politik und der Öffentlichkeit, im Messezentrum Nürnberg. Laut BioFach-Statistik nahmen insgesamt 3.792 Aussteller aus 110 Ländern an der Ausstellung teil. Die Ausstellungsfläche betrug 57.609 m². Mehr als 47.000 Käufer von Bio-Produkten aus 136 Ländern lernten neue Produkte, Trends und Innovationen in der Bio-Produktion aus der ganzen Welt kennen. Das Messeprogramm unter Beteiligung von mehr als 10.000 Gleichgesinnten bestätigte die Bedeutung der BioFach als die wichtigste internationale Plattform für den Austausch von Wissen und die neuesten Industrietechnologien.

In diesem Jahr war Russland zum dritten Mal in Folge mit einem Gemeinschaftsstand vertreten. Auf 138 Quadratmetern waren 11 Unternehmen repräsentiert, darunter Biosphere, AY Group, Savinskaya Niva, Sibbioproduct, From Wild, Natur Mir und Organic Expert. Die Teilnahme russischer Hersteller an der internationalen Ausstellung in diesem Jahr hatte besondere Bedeutung, da am 01. Januar 2020 in der Russischen Föderation das Gesetz über Bio-Lebensmittel (Föderales Gesetz Nr. 280-FZ vom 03.08.2018) in Kraft getreten ist und aktuell daran gearbeitet wird, die nationalen Öko-Standards mit den internationalen in Einklang zu bringen.

Seit 2013 organisiert der Deutsch-Russische Agrarpolitische Dialog (APD) eine Informationsreise für seine Partner zur BioFach. Im Rahmen der APD-Delegation wurde die Ausstellung im Jahr 2020 von Sergej Belousow, stellvertretender Vorsitzender des Ausschuss des Föderationsrates für Agrar-, Ernährungspolitik und Naturnutzung, Maxim Uwajdow, stellvertretender Landwirtschaftsminister der Russischen Föderation, und Maxim Protasow, Leiter des russischen Qualitätssystems, besucht.

Das Arbeitsprogramm der russischen Delegation begann mit der feierlichen Eröffnung des Standes der Russischen Föderation, anschließend nahmen die Gäste an der Eröffnungsfeier der BioFach-Ausstellung teil. In diesem Jahr wurden die BioFach-Teilnehmer traditionell von Ulrich Maly, Bürgermeister von Nürnberg, Peggy Miars, Präsidentin der Internationalen Föderation der ökologischen Landbau-Bewegungen (IFOAM), Felix Prinz zu Löwenstein, Vorstandsvorsitzender des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) sowie Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft und Dr. Jane Goodall, Primatenforscherin, Umweltaktivistin, UN-Friedensbotschafterin und Dame Commander of the Order of the British Empire (DBE), die den Impulsvortrag hielt, begrüßt.

Während der Ausstellung besuchten Mitglieder der russischen Delegation die Stände der Republik Kasachstan, der Republik Armenien, des größten russischen Kosmetikunternehmens NATURA SIBERICA, und weitere. Es wurden zahlreiche Treffen mit russischen und deutschen Bioproduzenten und Vertretern der Branche, unter anderem der Leitung der Internationalen Föderation der ökologischen Landbau-Bewegungen (IFOAM), Stefan Hipp, Geschäftsführer von HIPP, mit der Leitung des deutschen Zertifizierungsunternehmens KIWA (Kiwa BCS Öko-Garantie GmbH) sowie mit der Leitung der Deutschen Akkreditierungsstelle GmbH (DAkkS) durchgeführt.

Während der BioFach fand ein Treffen zwischen dem stellvertretenden Vorsitzenden des Ausschusses für Agrar-, Ernährungspolitik und Naturnutzung des Föderationsrates und Vertreter der gesetzgebenden Versammlung der Region Altai Sergej Belousow und dem thüringischen Staatssekretär und stellvertretenden Landwirtschaftsminister Klaus Sühl statt. Ziel des Gespräches war die Entwicklung einer Partnerschaft zwischen der Region Altai und Thüringen vor allem in den Bereichen des ländlichen Tourismus und der ökologischer Produktion. Auch sollen Erfahrungen bei der Förderung regionaler Produkte auf ausländischen Märkten ausgetauscht werden. Während des Treffens wurde vereinbart, dass der Kollege aus Thüringen im Juni dieses Jahres den traditionellen Sibirischen Feldtag besucht, der jährlich in der Region stattfindet, und bereits im September eine russische Delegation zu den "Grünen Tagen" nach Thüringen kommt, die ebenfalls jedes Jahr durchgeführt werden.

Darüber hinaus wurden im Rahmen der Informationsreise landwirtschaftliche Betriebe, darunter die Bio-Imkerei der Familie Pausch, sowie Bio-Lebensmittel-Supermärkte besucht. Dort konnten sich die Delegationsmitglieder mit den Erfahrungen Deutschlands im ökologischen Landbau sowie der Organisation der Verarbeitung und Vermarktung der Bio-Produkte vertraut machen.

Foto:EkoNiva und APD