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XV. Allrussisches Forum für Nachwuchswissenschaftler im Agrarsektor

Vom 18. bis 20. September 2019 fand an der Staatlichen Agraruniversität Saratow das XV. Allrussische Forum für Nachwuchswissenschaftler im Agrarsektor statt, bei dem junge Wissenschaftler und Fachkräfte, Doktoranden und weitere Vertreter der Agrarwissenschaft aus 50 Universitäten und vier wissenschaftlichen Organisationen aus 48 Regionen Russlands teilnahmen.

Die Plenarsitzung des Forums wurde vom Rektor der Agraruniversität Saratow Dmitrij Solowjew eröffnet: „An unserer Universität studieren heute mehr als 11.000 Studenten. Wir haben mehr als 400 Dozenten, vier Fakultäten und das Institut für internationale Bildungsprogramme. In diesem Jahr wurden 423 ausländische Studierende immatrikuliert, eine große Steigerung gegenüber 130 im Jahr 2018. Unsere Universität vereint Menschen aus 38 Ländern der Welt. Internationale Zusammenarbeit und Anerkennung haben für uns Priorität. Die Tatsache, dass so viele Ausländer bei uns studieren und unsere Lehre auch auf Englisch stattfindet, bestätigt, dass unsere Agrarausbildung weltweit gefragt ist.“

Die Landwirtschaftsministerin der Region Saratow Tatjana Krawzeva begrüßte die Teilnehmer des Forums und betonte, dass die Gewährleistung der Ernährungssicherheit des Landes eine nationale Aufgabe sei. Dies erfordere frische Ideen, innovative Lösungen und hier stehe die Wissenschaft immer im Vordergrund. Die Ministerin wünschte den Teilnehmern interessante Treffen, eine erfolgreiche produktive Zusammenarbeit und konstruktive Gespräche.

Die leitende Beraterin der Abteilung für Bildung, Wissenschaft und technologische Politik des russischen Landwirtschaftsministeriums Irina Sutugina präsentierte die aktuellen Trends in der Entwicklung der Agrarausbildung und der wissenschaftlichen Aktivitäten von Hochschulbildungseinrichtungen in Russland. Aktuelle vorrangige Forschungsbereiche sind u.a. die Züchtung neuer Sorten und Hybride landwirtschaftlicher Pflanzen, die Verbesserung der Konkurrenzfähigkeit der Viehzucht, die Weiterentwicklung und Einführung von Technologien zur Herstellung von hochwertigen Futtermitteln, Tierfutterzusätzen und Tierarzneimitteln sowie zur Herstellung von biologischen Pestiziden und Agrochemikalien, die Verarbeitung und Lagerung von landwirtschaftlichen Rohstoffen und Erzeugnissen, Smart Farming und Robotisierung des Agrarsektors sowie digitale Landwirtschaft.

Darüber hinaus erörterten die Teilnehmer vielversprechende Förderkonzepte für junge Wissenschaftler an Agrarhochschulen, die Beteiligung der Agrarhochschulen und Forschungsinstituten an der Umsetzung des nationalen Projekts „Wissenschaft“, die Rolle junger Wissenschaftler bei der Entwicklung der Agrarwissenschaften und Möglichkeiten, sie in die Umsetzung der Strategie zur wissenschaftlich- technologischen Entwicklung der Russischen Föderation einzubeziehen sowie die zunehmenden Probleme bei der Veröffentlichung von Fachartikeln von Nachwuchswissenschaftlern in elektronischen Zeitschriften.

Tatjana Damm, stellvertretende Projektleiterin des Deutsch-Russischen Agrarpolitischen Dialogs, stellte beim Runden Tisch für internationale Zusammenarbeit die Hauptaktivitätsfelder des Projekts sowie seine aktuellen Themen vor. Seit 2012 arbeiten der APD und seine Experten mit dem Forum für Nachwuchswissenschaftler im Agrarsektor zusammen. Dies unterstreicht den hohen Stellenwert des Themas Agrarausbildung und -wissenschaft im Projekt. Die jungen Wissenschaftler zeigten großes Interesse an der Zusammenarbeit mit deutschen Agrarhochschulen. An einigen russischen Hochschulen existiert ein spezielles Gastprofessoren-Programm mit dem Ziel, die Integration der Wissenschaftler in das globale Wissenschafts- und Bildungsnetzwerk zu fördern und ihre akademische Reputation zu verbessern.

Während des Forums wurde den Gästen auch die Besichtigung des Engineering-Zentrums, des Forschungskomplexes AGROCENTER und der Lehr- und Forschungslabore der Fakultäten für Veterinärmedizin und Lebensmittelbiotechnologie ermöglicht.