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BioFach 2019

Vom 13. bis zum 16. Februar 2019 fand in Nürnberg zum 30. Male die internationale Messe BioFach für Lebensmittel und Getränke aus dem ökologischen Landbau statt. Mit mehr als 51.000 Besucher aus 143 Ländern wurde der Vorjahresrekord abermals übertroffen. 3.273 Aussteller aus 98 Ländern informierten über ihre Produkte und Dienstleistungen rund um den ökologischen Landbau. An der feierlichen Eröffnung nahmen u.a. der Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg Ulrich Maly, die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft Julia Klöckner sowie führende Vertreter von Verbänden des ökologischen Landbaus und der ökologischen Lebensmittelwirtschaft teil.

Welchen Wandel hat der Ökolandbau in der Vergangenheit durchlaufen und welche Entwicklungen wird er in der Zukunft erfahren? Diese und weitere Fragen standen im Zentrum der Gespräche auf zahlreichen Foren und Konferenzen, die im Rahmenprogramm der BioFach und der Ausstellung für Biokosmetik Vivaness durchgeführt wurden.

Die Russische Föderation war zum zweiten Mal in Folge mit einem gemeinsamen Ausstellungsstand vertreten, der gemeinsam vom Nationalen Ökolandbauverband der Russischen Föderation und dem russischen Exportzentrum organisiert wurde. Insgesamt neun russische Produzenten, u.a. die ARIVERA GmbH, die Savinskaya Niva GmbH, die SAVA GmbH und die GmbH SibBioprodukt aus Tomsk stellten ihre Erzeugnisse vor, darunter Produkte aus der Weiterverarbeitung von Getreiderohstoffen und aus Zirbelnüssen, aus dem Imkereiwesen, Lebensmittel aus Wildpflanzen und viele weitere.

Die ranghohe Delegation der Russischen Föderation wurde vom Stellvertretenden Ministerpräsidenten der Russischen Föderation Alexej Gordejew geleitet. Auch nahmen der stellvertretende Landwirtschaftsminister, Staatssekretär Iwan Lebedew, der Agrarausschussvorsitzende der Staatsduma Wladimir Kaschin sowie der stellvertretende Ministerpräsident des Gebiets Woronesch, Viktor Logwinow sowie weitere Vertreter des föderalen Landwirtschaftsministeriums am Besuch der BioFach teil.

Der Geschäftsführer der NürnbergMesse Peter Ottmann begrüßte die russische Delegation persönlich und betonte dabei die Rolle, die Russland für die Deckung der Angebotslücke bei vielen Rohstoffen im ökologischen Sektor einnehme. Russland leiste darüber hinaus aber auch einen wertvollen Beitrag zur Erschließung und Differenzierung neuer Marktsegmente und Produkte.

Der stellvertretende Ministerpräsident der Russischen Föderation Alexej Gordejew verwies bei der offiziellen Eröffnung des gemeinsamen russischen Ausstellungstands am 13. Februar auf das anhaltend große Wachstum beim Ökolandbau im weltweiten Trend. Bei mehr als 130 Länder sei dieser Trend beobachtbar, so auch in Russland. Russland verfüge über ein großes Potenzial, zum einen beim weiteren Marktwachstum, aber auch im Hinblick auf unbelastete landwirtschaftliche Flächen. Weiterhin unterstrich er die Bedeutung des ökologischen Landbaus für die Förderung der Nachhaltigkeit bei Umweltschutz und in der Gesundheitsvorsorge.

Am Rande der BioFach fand ein Arbeitstreffen zwischen der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft und dem stellvertretenden Ministerpräsidenten der Russischen Föderation Alexej Gordejew statt, bei der die Bildung einer gemeinsamen bilateralen Arbeitsgruppe vereinbart wurde, die Kriterien und Verfahren im Hinblick auf die gegenseitige Anerkennung von Zertifizierungsverfahren für Ökolandbauprodukte behandeln soll. Bei dem Treffen wurde auch die Bedeutung des Deutsch-Russischen Agrarpolitischen Dialogs für die bilateralen Beziehungen gewürdigt. Beide Seiten vereinbarten, sich für eine Intensivierung des Austausches und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit einsetzen zu wollen.

Das Rahmenprogramm für die offizielle Delegation der Russischen Föderation wurde vom Deutsch-Russischen Agrarpolitischen organisiert und sah Gespräche mit führenden Vertretern der deutschen Ökolandbaubranche vor, u.a. mit der Geschäftsführerin der Andechser Molkerei Scheitz GmbH, Barbara Scheitz. Die Delegation besuchte auch die Neumarkter Lammsbräu Gebr. Ehrnsperger KG, eine der ältesten Bio-Brauereien Deutschlands. Bei der Betriebsbesichtigung informierten sich die Teilnehmer über die Herkunft und Qualitätskontrolle der verwendeten Rohstoffe, den Produktionsprozess sowie absatzspezifische Besonderheiten im Marktsegment für Bio-Getränke.