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Grüne Woche 2019

Vom 18. bis zum 27. Januar fand in Berlin die 84. Internationale Grüne Woche statt, die weltweit größte landwirtschaftliche Fachmesse. Dabei stellten über 1700 Teilnehmer aus 65 Ländern ihre Erzeugnisse vor.

Zentrales Partnerland war in diesem Jahr Finnland. „Ich freue mich, zusammen mit unseren landwirtschaftlichen Erzeugern und Waldbesitzerverbänden finnisches Knowhow und Lebensmittel ins Bewusstsein der Besucher der 84. Grünen Woche zu bringen.“ So begrüßte der finnische Minister für Landwirtschaft und Forsten Jari Leppä rund 4.000 Ehrengäste auf der Eröffnungsfeier im CityCube Berlin. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner lud ein, „den größten Bauernhof der Welt in den Messehallen von Berlin zu besuchen, weil hier die Landwirtschaft auf die Gesellschaft trifft“.

Beim traditionellen Eröffnungsrundgang betonte die Ministerin, dass die Grüne Woche in der Metropole Berlin auch für „das Zusammenbringen von Stadt und Land“ stehe. Die Zukunft der Landwirtschaft hänge davon ab, wie Modernität und Tradition zusammenfinden. Die IGW 2019 sei zu einem „Hotspot von Start-ups“ geworden. Die Messe sei ein Beispiel dafür, „dass man Heimat schmecken kann“, sagte sie in der Blumenhalle nach vielen Verkostungen von Nahrungs- und Genussmitteln aus aller Welt. Auch der Regierende Bürgermeister von Berlin Michael Müller gab sich sicher, dass die neuen Technologien eine Chance für Produkte böten, „die den Nachhaltigkeitsansprüchen der Verbraucherinnen und Verbraucher gerecht werden“.

Die Russische Föderation nahm 2019 mit einer hochrangigen Delegation unter der Leitung von Landwirtschaftsminister Dmitrij Patruschew teil, der auch den Messepavillon der Russischen Föderation eröffnete. Darüber hinaus gehörten der Delegation, Staatssekretär Iwan Lebedew, der Stellvertretende Landwirtschaftsminister Sergej Lewin, der Vorsitzende des Agrarausschusses des Föderationsrates Alexej Majorow sowie AKKOR-Präsident und Stellvertretender Vorsitzender des Agrarausschusses der Staatsduma Wladimir Plotnikow an.

In diesem Jahr wurde die Ausstellung der Russischen Föderation von mehr als 20 Unternehmen aus 15 Föderationssubjekten getragen, darunter aus der Republik Tatarstan, der Region Stawropol und der Oblast Kaliningrad, die etwa 200 verschiedene Erzeugnisse vorstellten, darunter Getränke, Backwaren, Weine, Honig und Nüsse.

Der Deutsch-Russische Agrarpolitische Dialog nahm ebenfalls aktiv teil. Im Rahmen des Global Forum on Food and Agriculture veranstaltete gemeinsam mit dem russischen Landwirtschaftsministerium und dem Ostausschuss-Osteuropaverein der deutschen Wirtschaft er eine Podiumsdiskussion zum Thema „Zukunft Effizienz – Deutschland und Russland als Anwender moderner und digitaler Agrartechnologien“.

Für die Delegation des Landwirtschaftsministers des Gebiets Moskau Andrej Razin wurde eine eintägige Betriebsbesichtigung bei zwei führenden Betrieben der Biogaserzeugung des Bundeslands Brandenburg organisiert. Während sich der Betrieb der Deutschen Agrarholding rein auf die Biogaserzeugung spezialisierte, ist der Betrieb von Frank Tiggemann darüber hinaus in der Geflügelzucht aktiv. Der Minister informierte sich bei dem Termin vor Ort über innovative Methoden der Tierhaltung und der Biogasgewinnung mit organischen Rohstoffen. Auch wurde über weitere Perspektiven der bilateralen Zusammenarbeit in dem wegweisenden Sektor der Agrarwirtschaft gesprochen.

Im Rahmen der Internationalen Grünen Woche 2019 fand unter der Leitung des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft Michael Stübgen und des Stellvertretenden Landwirtschaftsministers der Russischen Föderation Sergej L. Lewin die turnusgemäße Sitzung der gemeinsamen Steuerungsgruppe des Deutsch-Russischen Agrarpolitischen Dialogs statt. An der Veranstaltung nahmen neben zahlreichen Vertretern aus dem Bundesministerium unter anderem auch der Vorsitzende des Agrarausschusses des Föderationsrats Alexej P. Majorow, der stellvertretende Vorsitzende des Agrarausschusses der Staatsduma Wladimir N. Plotnikow sowie Swetlana V. Maximowa als weitere Vertreterin des Agrarausschusses der Staatsduma teil.

Bei diesem bilateralen Treffen im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in Berlin zogen die Partner gemeinsam eine Bilanz der gemeinsamen Zusammenarbeit im Deutsch-Russischen Agrarpolitischen Dialog im Jahre 2018 und erörterten zentrale Themenbereiche für die Projektaktivitäten im Jahr 2019. Zu den – fast schon traditionellen – Schwerpunkten gehören weiterhin die Entwicklung ländlicher Räume, der ökologische Landbau sowie Aus- und Weiterbildung im Agrarsektor. Neu hinzu kam der Themenschwerpunkt „Digitalisierung im Agrarsektor“.