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Nützliche und freundschaftliche Dialoge zwischen Kollegen

Der Erfahrungsaustauch zwischen Kollegen aus Politik, Verwaltung und der privaten Wirtschaft im Rahmen des Agrarpolitikdialoges ist bereits langjährige Tradition. Auch während des jüngsten Besuches einer kleinen Delegation russischer Experten in Berlin, den Ländern Brandenburg und Mecklenburg- Vorpommern war das so.

Gegenstand der Fachinformationsfahrt, an der Vertreter aus dem russischen Landwirtschaftsministerium, dem Sekretariat des Agrarausschusses der Staatsduma, dem russischen Verband der Landvermesser und der staatlichen Universität für Bodenordnung Moskau teilnahmen, waren grundlegende und praktische Fragen der Entwicklung der ländlichen Räume und der Bodenordnung. Während der Fachgespräche informierten sich die Teilnehmer umfassend über die rechtlichen Rahmenbedingungen, Fragen der Finanzierung, die Zuständigkeiten von Bund, Ländern und Kommunen sowie die Rolle Privater bei der Umsetzung einzelner Maßnahmen. Immer wieder wurde in den Fachdiskussionen die Bedeutung klarer Eigentumsverhältnisse, der aktiven Zusammenarbeit aller an den Entwicklungsprozessen Beteiligten und des Zusammenwirkens der föderalen, regionalen und kommunalen Ebenen betont. Die deutschen Erfahrungen bei der Nutzung der Bodenordnung als Instrument zur Klärung von Eigentumskonflikten war dabei ebenso interessant, wie das arbeitsteilige Zusammenwirken von staatlichen und kommunalen Institutionen mit Unternehmen und privaten Initiativen.

Einig war man sich darüber, dass der Dialog auch in diesem für die Agrarsektoren Russlands und Deutschlands wichtigen Bereich fortgesetzt werden sollte. Ein weiterer Schritt soll in der gemeinsamen Vorbereitung und Durchführung einer Konferenz Ende dieses Jahres in Moskau bestehen.

Harald Hoppe