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Erfahrungsaustausch eröffnet Einblick in Potenziale, Herausforderungen und Perspektiven

Vom 27.Juni bis 01. Juli 2011 konnte sich eine Gruppe aus russischen Partnerinstitutionen des APD über das erreichte Niveau und die Herausforderungen der Entwicklung der ökologischen Landwirtschaft in Deutschland informieren.
Vor dem Hintergrund von geplanten Gesetzesinitiativen in Russland, standen die Rahmenbedingungen für den Ökolandbau in der Europäischen Union und in Deutschland im Mittelpunkt. Gespräche im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, im Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen und mit einer Vertreterin des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg gaben hierzu einen umfassenden Einblick.
In Unternehmen der Landwirtschaft und der Verarbeitung sowie in einem Ökosupermarkt machten sich die Kolleginnen und Kollegen aus der Russischen Föderation damit vertraut, wie unter den Bedingungen Deutschlands und unterschiedlichen agrarstrukturellen Voraussetzungen, der Ökolandbau „funktioniert“. Bei den Gesprächen mit den Landwirten und Vertretern eines Schlacht- und Verarbeitungsunternehmens wurde deutlich, worin die Marktchancen für dieses Segment der Agrarwirtschaft bestehen und wie über die Entwicklung der Ökolandwirtschaft ein Beitrag zum Erhalt von Arbeit auf dem Lande sowie zum Erhalt der Kulturlandschaft geleistet werden kann.
Insbesondere vor dem Hintergrund der Nachfrage nach Ökoprodukten in Ballungsräumen schätzten die Gesprächspartner die Potenziale für die Entwicklung in Russland als sehr gut ein. Einig war man sich auch darüber, dass der Dialog zu diesem Thema sehr fruchtbar ist und fortgesetzt werden sollte.

Harald Hoppe