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EP-Agrarausschuss: Ja zur Kappung, nein zu Kürzungen des EU-Agrarhaushaltes

Ohne die von EU-Agrarkommissar Hogan ins Spiel gebrachte Kappungsgrenze von 60.000 Euro pro Jahr aufzunehmen, votierte der Agrarausschuss in Brüssel für stufenweise Kürzungen an Großbetriebe in Form der Degression und eine Deckelung der jährlichen Prämienhöhe. Der Agrarausschuss des EU-Parlaments stellt damit ganz klar die Weichen auf Kappung, die einheitlich in allen EU-Mitgliedstaaten gleichermaßen gelten sollen. Mit diesem Beschluss stärken die EP-Landwirtschaftspolitiker EU-Agrarkommissar Phil Hogan den Rücken und gehen auf Konfrontationskurs gegenüber den Landwirtschaftsministerien in Berlin und Paris.

Weiter positioniert sich der Agrarausschuss des EU-Parlamentes eindeutig: Kleine Betriebe sollen mit der GAP-Reform 2020 künftig eine höhere Einkommensstützung erhalten, gespeist aus einer Begrenzung der Flächenprämien für Großbetriebe. Eine Kürzung des EU-Agrarhaushalts für die Finanzierungsperiode 2021 bis 2027 lehnen die Agrarpolitiker indessen ab. Bei der Neuausrichtung der GAP-Struktur sei es sehr wichtig, dass die bewährte Zwei-Säulen-Architektur und eine angemessene Finanzierung durch den EU-Agrarhaushalt nach 2020 bestehen bleibe, so der EP-Agrarausschuss weiter.

Quelle: Website Topagrar.com https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-EP-Agrarausschuss-stuetzt-Hogans-Kappungsplae-9183967.html