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Ökolandbauverband stellt Ergebnisse einer umfassenden Studie zum russischen Biomarkt vor

Der Ökolandbauverband hat im Zeitraum März 2017 bis zum April 2018 gemeinsam mit dem Landwirtschaftsministerium der Russischen Föderation sowie mit fachorientierten Forschungs- und Beratungsinstitutionen den Biomarkt und den Ökolandbau in Russland eingehend untersucht. Mit ihrer umfassenden Studie verfolgten die Forscher das Ziel, die Situation auf dem einheimischen Biomarkt und im Ökolandbau quantitativ und qualitativ zu erfassen sowie Wachstumstreiber, Stärken und Schwächen sowie Risiken und Entwicklungstrends des russischen Ökosektors zu ermitteln.

Das russische Marktvolumen für Bio-Produkte (einschließlich Bio-Importe) schätzt die Studie auf 120 Millionen US-Dollar. Der Anteil international zertifizierter Ökoflächen an der gesamten landwirtschaftlichen Fläche beträgt in Russland nur 0,12 % (246.000 Hektar). Insgesamt arbeiten in Russland 70 zertifizierte Ökoproduzenten, darunter arbeiten 53 Betriebe gemäß internationaler Ökostandards und weitere 17 gemäß nationaler Ökostandards.

Der russische Ökolandbau orientiert sich zurzeit mehr auf den Export von ökologisch erzeugten Agrarrohstoffen. Der Binnenmarkt für Ökoprodukte steht noch am Anfang der Entwicklung, zeigt aber nach den Schätzungen der Experten bereits ein großes Potenzial. Zu seiner positiven Entwicklung sollen eine Steigerung der Nachfragekaufkraft und eine effektive Vermarktung beitragen. Die wichtigsten Faktoren aus Sicht der Agrarproduzenten für die weitere Entwicklung des Ökolandbaus sind Fachkenntnisse, Investitionen und eine stabile Nachfrage. Der Verabschiedung des föderalen Gesetzes über ökologischen Landbau kommt damit eine herausragende Rolle beim Ausbau des einheimischen Biomarktes zu.

Quelle: Verband des Ökolandbaus https://soz.bio/rezultaty-issledovanija-rynka-organicheskogo-selskogo-hozjajstva/