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Studie: Der bäuerliche Familienbetrieb stirbt aus

In einer heute in Auszügen veröffentlichten Studie der DZ BANK heißt es, die Landwirtschaft in Deutschland werde sich durch Digitalisierung und Demografie in den kommenden Jahren tiefgreifend verändern. Es droht langfristig die Abkehr vom Jahrhunderte alten Modell des bäuerlichen Familienbetriebs, den selbstständige Bauern, kleine Betriebseinheiten und mithelfende Familienangehörige kennzeichnen. Künftig prägen immer stärker zwar inhabergeführte, aber große, kapitalintensive und betriebswirtschaftlich organisierte Agrarunternehmen die Branche.

Bis zum Jahr 2040 könnte die Zahl der Betriebe von derzeit 275.000 auf rund 100.000 sinken. Die durchschnittliche Betriebsgröße wird von 60,5 auf etwa 160 ha steigen. Gleichzeitig dürften sich die Arbeitsplätze im Sektor ohne Saisonkräfte auf 325.000 halbieren. Allerdings soll die Digitalisierung die Bruttowertschöpfung im landwirtschaftlichen Sektor um bis zu 15 Prozent steigern.

Nach Einschätzung der DZ Bank übernehmen künftig Öko-Bauernhöfe einen wachsenden Teil der Agrarproduktion. Selbst wenn sich der aktuell starke Zuwachs an Bio-Höfen abschwächt, soll die Zahl der Öko-Bauern bis 2040 auf rund 45.000 zunehmen. Der Anteil ökologisch bewirtschafteter Flächen könnte von derzeit 10 auf etwa 20 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche Deutschlands wachsen.

Quelle: Website agrarheute.com https://www.agrarheute.com/management/betriebsfuehrung/dz-bank-baeuerliche-familienbetrieb-stirbt-541308