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Runder Tisch im Landwirtschaftsministerium: Zusammenarbeit Deutschlands und Russlands im Bereich des Ökolandbaus

Am 21. November 2017 fand im Landwirtschaftsministerium Russlands die Sitzung eines deutsch-russischen Runden Tisches statt, bei dem die Teilnehmer die bilaterale Kooperation im Bereich des Ökolandbaus diskutierten. Diese Tagung setzte den Dialog über die Zusammenarbeit beider Länder im Agrarbereich fort, der in der Woche zuvor in Hannover gestartet worden war. An der Sitzung nahmen die Leiter der betroffenen Abeilungen des föderalen Agrarressorts, die Vertreter regionaler Agrarbehörden, von Forschungseinrichtungen, Branchenverbänden und -vereinigungen sowie aus dem Agribusiness teil.

Die Teilnehmer der Sitzung waren sich darin einig, dass Russland ein großes Entwicklungspotenzial im Bereich des Ökolandbaus aufweist. Die Ausarbeitung und geplante Verabschiedung des Gesetzes „Über den ökologischen Landbau“ soll den Agrariern einen normativen Leitfaden zur ökologischen Erzeugung zur Verfügung stellen und die Haftung der Produzenten für die Herstellung der als ökologisch gekennzeichneten Erzeugnisse, die nicht den aktuellen Ökostandards entsprechen, festlegen. Der Leiter der Abteilung für Pflanzenbau, Mechanisierung, Pflanzenschutz und den Einsatz chemischer Stoffe des föderalen Landwirtschaftsministeriums Pjotr Tschekmarjow war der Auffassung, dass eine Etablierung regionaler Produktionszentren für ökologische Landwirtschaft und Lancierung von Öko-Beratungszentren nicht nur zur maßgeblichen Versorgung der einheimischen Bevölkerung mit ökologisch erzeugten Produkten beitragen kann, sondern auch zum Ausbau des russischen Ökoexports.

Der Vertreter der deutschen Seite, der Ministerialdirektor der Abteilung für EU-Politik, Internationale Zusammenarbeit und Fischerei des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft Dr. German Jeub, hielt seinerseits fest, dass Deutschland zu einem der größten Märkte Europas für Produkte aus dem ökologischen Landbau gehört. Er betonte auch, dass Deutschland bereit sei, nicht nur seine Erfahrungen im Bereich des ökologischen Landbaus zu teilen, sondern auch seinen Markt für Produkte aus dem russischen ökologischen Landbau offen zu halten. „Die Erfahrungen unser deutscher Kollegen im Bereich der staatlichen und gesellschaftlichen Förderung landwirtschaftlicher Ökoproduzenten können wir auch bei uns in Russland umsetzen“, fügte Pjotr Tschekmarjow hinzu.

Quelle: Landwirtschaftsministerium der RF http://mcx.ru/press-service/news/perspektivy-importa-organicheskoy-selkhozproduktsii-obsudili-uchastniki-rossiysko-germanskoy-gruppy-/