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EU-Mitgliedstaaten stimmen für neue EU-Ökoverordnung

Die EU-Mitgliedstaaten haben am 20. November 2017 der Reform der EU-Ökoverordnung zur Erzeugung und die Kennzeichnung von biologischen Erzeugnissen im Sonderausschuss Landwirtschaft (SAL) zugestimmt. Bereits am 28. Juni hatte es dazu eine vorläufige Einigung mit dem Europäischen Parlament gegeben. Die EU-Mitgliedstaaten verabschiedeten den Text nun ohne Änderungen. Und am heutigen Mittwoch hat der Agrarausschuss des Europäischen Parlamentes (EP) der Reform der EU-Ökoverordnung zugestimmt.

Die beiden Voten gelten als Vorentscheidung für den derzeitigen Entwurf der neuen EU-Ökoverordnung. Mit den beiden Zustimmungen von dieser Woche ist nach drei Jahren Verhandlungen ein Zwischenstand erreicht. Wie der Endstand aussehen wird, hängt nun an der Ausformulierung der Durchführungsrechtsakte, die bis zur Verabschiedung im Frühling 2018 vorliegen sollen. Die abschließenden Voten im Plenum des EP und im EU-Agrarrat finden allerdings erst im Frühling 2018 statt. Inkrafttreten würde das neue Biorecht dann zum 1. Januar 2021.

Die EU-Kommission begrüßte den Beschluss. Sie hofft darauf, dass die Vorschriften damit ab 2021 in Kraft treten. Dies werde den Erzeugern, Betreibern und Handelspartnern genügend Zeit geben, sich an den neuen Rahmen anzupassen, heißt es am Montag von Seiten der EU-Kommission. In Deutschland ist die Reform der EU-Ökoverordnung in ihrer jetzigen Form noch umstritten. Deshalb hat sich Deutschland bei der Abstimmung am Montag enthalten. Das Bundeslandwirtschaftsministerium, die Länderagrarminister und auch die Ökoverbände fürchten unzumutbare Hürden für die hiesigen Ökolandwirte. Die Ökoverbände hoffen daher weiterhin auf Klarstellungen in den Durchführungsrechtsakten.

Quelle: Website Topagrar.com

https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Abschluss-der-EU-Oekoverordnung-erst-im-Fruehling-2018-8894188.html

https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Rat-billigt-Ueberarbeitung-der-Oeko-Verordnung-8890767.html