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Studie: Umwelt- und Tierschutzauflagen kosten die deutschen Landwirte 5,2 Mrd. Euro

Eine wissenschaftliche Studie im Auftrag des Deutschen Bauernverbandes (DBV) hat die Kosten errechnet, die in der Landwirtschaft zur Erfüllung von Umwelt-, Klima- und Tierschutzauflagen anfallen. Diese summieren sich danach in ganz Deutschland auf 5,2 Mrd. Euro. Der Wert entspricht etwa der Höhe der EU-Direktzahlungen, die an deutsche Landwirte fließen. Umgerechnet auf die Fläche bedeutet das rund 315 Euro Mehrkosten pro Hektar oder jährlich knapp 28.000 Euro für einen durchschnittlichen Hof im Haupterwerb bzw. rund 400.000 Euro im Jahr für eine durchschnittliche Juristische Person. Dabei haben die Wissenschaftler insgesamt vorsichtig gerechnet und nicht alle tatsächlich relevanten Standards und Auflagen berücksichtigt, so DBV.

Im Nicht-EU-Ausland würden mehr als 3 Mrd. Euro der Kosten für Standards und Auflagen, die die deutschen Landwirte tragen, gar nicht anfallen. Darüber hinaus entstehen den deutschen Landwirten Mehrbelastungen von rund 2,2 Milliarden Euro für Standards und Auflagen, die in Nicht-EU-Wettbewerbsländern in der Regel schwächer formuliert sind oder zu geringeren Kosten erfüllt werden können. Damit entstehe den Landwirten ein erheblicher Wettbewerbsnachteil, der in der politischen Diskussion um die EU-Agrarzahlungen berücksichtigt werden müsse, verlangt der DBV.

Quelle:

Website agrarheute.com https://www.agrarheute.com/deutsche-haben-haben-hohe-kosten-fuer-klima-tierschutz-538312

Website Topagrar.com https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-8684722.html