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Landmaschinenbau in Russland: Die Branche befürchtet einen Rückgang der aktuellen Expansion

Russische Landmaschinenbaubetriebe haben im ersten Halbjahr 2017 Maschinen im Wert von 59,8 Milliarden Rubel hergestellt (+ 35 % gegenüber der gleichen Vorjahrsperiode). Mengenmäßig hat die Produktion von allradgetriebenen Traktoren besonders stark zugenommen – um 45 % auf 1.370 Stück. Auch im Bereich der Getreidemähdrescher wurde ein bedeutender Anstieg um 18 % auf 3.140 Stück erzielt. Die Experten der Vereinigung ROSSPEZMASCH (russischer Branchenverband für Straßenbautechnik, Land- und Nahrungsmittelmaschinen) nennen aktuelle staatliche Fördermaßnahmen, Qualitätsverbesserungen der russischen Agrartechnik, verbesserte technische Produktionsmöglichkeiten sowie eine Steigerung des Landmaschinenexports als Hauptgründe für diesen Produktionsanstieg.

Für das zweite Halbjahr 2017 sieht die Branchenprognose jedoch deutlich negativer aus. Die Branchenexperten befürchten, dass die Aussetzung des staatlichen Förderprogramms für einheimische Landmaschinenhersteller zu einem deutlichen Produktionsrückgang führen wird. Nachdem der für dieses Jahr verfügbare staatlich geförderte Finanzierungsrahmen in Höhe von 13,7 Milliarden Rubel bereits im Juni 2017 erschöpft war, stoppten die Landmaschinenhersteller den Verkauf von Technik im Rahmen dieses Programms. Um ein weiteres Wachstum der Landmaschinenproduktion in Russland zu unterstützen, seien zusätzliche 4,4 Milliarden Rubel Fördermittel vom Staat nötig, betonen die Branchenvertreter.

Quelle: Website KVEDOMOSTI.RU

http://kvedomosti.ru/news/proizvodstvo-selxoztexniki-v-rossii-za-6-mes-2017-g-vyroslo-na-35.html