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Internationale Grüne Woche 2018, Berlin

Vom 19. bis zum 28. Januar fand in Berlin die 83. Internationale Grüne Woche statt, die weltweit größte landwirtschaftliche Fachmesse. Dabei stellten 1660 Teilnehmer aus 66 Ländern der Erde ihre Erzeugnisse vor. Mit der Teilnahme von mehr als 70 Leitern von Fachministerien aus verschiedenen Ländern wurde ein Rekord in der 92-jährigen Geschichte der Messe erreicht. Bei der feierlichen Eröffnung der Internationalen Grünen Woche betonte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt die entscheidende Rolle der Landwirtschaft nicht nur für die globale Ernährungssicherung vor dem Hintergrund einer wachsenden Weltbevölkerung, sondern auch für den Umweltschutz und das Tierwohl. Daraus ergebe sich die Notwendigkeit einer effektiven und ökologischen Landwirtschaft. Als er auf den internationalen Charakter der Messe einging, begrüßte der Bundesminister besonders die Teilnahme Russlands nach einer zweijährigen Unterbrechung.

Bis zum Jahr 2016 war Russland für einen Zeitraum von 22 Jahren einer der bedeutendsten ausländischen Messeteilnehmer der Internationalen Grünen Woche und betrieb seinen Messestand in einem eigenen Pavillon. In diesem Jahr wurde die Ausstellung der Russischen Föderation von mehr als 20 Unternehmen aus 15 Föderationssubjekten getragen, die etwa 200 verschiedene Erzeugnisse vorstellten, darunter Getränke, Backwaren, Weine, Honig und Nüsse.

Die offizielle Delegation der Russischen Föderation, der u.a. der Abgeordnete der Staatsduma Wladimir Plotnikow, der Abgeordnete des Föderationsrats Sergej Lisowski und Vertreter weiterer 18 Föderationssubjekte sowie mehr als 70 branchenbezogener Unternehmen angehörten, wurde vom stellvertretenden Landwirtschaftsminister der Russischen Föderation Jewgenij Gromyko angeführt. Bei der Eröffnung der russischen Ausstellung betonte Vizeminister Gromyko, dass alle Teilnehmer die Rückkehr des russischen Messestandes gewünscht hätten. Die Teilnahme Russlands an der Internationalen Grünen Woche gebe Impulse für die weitere Entwicklung der heimischen Produktion für den Weltmarkt und biete eine Möglichkeit für den Einstieg in führende Technologien auf dem Gebiet der Landwirtschaft.

Der Deutsch-Russische Agrarpolitische Dialog nahm ebenfalls aktiv teil. Im Rahmen des Global Forum on Food and Agriculture veranstaltete er eine Podiumsdiskussion, war auf der traditionellen Kontaktbörse vertreten und nahm am offiziellen Rahmenprogramm der offiziellen russischen Delegation teil. Für die Delegation des Landwirtschaftsministers des Gebiets Moskau Andrej Razin wurde eine eintägige Betriebsbesichtigung bei einem der größten Milchproduzenten des Bundeslands Brandenburg, der Fürstenwalder Agrarprodukte GmbH Buchholz, organisiert. Beim Besuch erörterten die Teilnehmer Fragen einer zukünftigen Zusammenarbeit und tauschten sich über Erfahrungen auf dem Gebiet der Milchproduktion aus, darunter im Bereich der Weiterverarbeitung, der Verpackung sowie der Produktion von Milchautomaten in Russland. Ein weiteres Thema der Gespräche war die Gewinnung von Biogas.