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Allrussisches Forum zum Thema Russisches Dorf 2017 in Moskau. Internationale Konferenz zum Thema „Ländliche Entwicklung: Soziale und technische Infrastruktur – Probleme und Lösungsansätze“

Im Rahmen des zweiten allrussischen Forums „Russisches Dorf“ – durchgeführt von der Partei „Einiges Russland“ unter Beteiligung des Landwirtschaftsministeriums der Russischen Föderation – fand am 9. Juni 2017 eine internationale Konferenz zum Thema „Ländliche Entwicklung: Soziale und technische Infrastruktur – Probleme und Lösungsansätze“ statt. Der Direktor der Abteilung für ländliche Entwicklung im Landwirtschaftsministerium der Russischen Föderation, W. P. Sweschenez stellte in seinem Leitreferat die bisherigen Ergebnisse der Umsetzung des föderalen Programms „Nachhaltige Entwicklung der ländlichen Regionen von 2014 bis 2017 und in der Periode bis 2020“ vor. An der Veranstaltung nahmen unter anderem die Mitglieder des Ausschusses für Agrarfragen der Staatsduma, der Volkskammer der Russischen Föderation, des Russischen Landjugendverbandes sowie anderer Organisationen teil.

Im Rahmen der Veranstaltung erörterten die Teilnehmer aktuelle Fragen und Aufgaben für Bildungseinrichtungen, Selbstverwaltungen, Gesellschaft, Unternehmen und Behörden zur Sicherstellung einer nachhaltigen ländlichen Entwicklung. Allerdings wurde nicht nur Schlüsselproblemen der Branche und der ländlichen Region Bedeutung beigemessen, sondern es wurden auch Lösungswege anhand ausgewählter Beispiele aufgezeigt. Großes Interesse zeigten die Teilnehmer an den Beiträgen der Vertreter Weißrusslands, der Oblaste Lipezk und Rjasan sowie der Republik Mordwinien, die ihre bisherigen Erfahrungen in der Entwicklung sozialer und technischer Infrastruktur in ländlichen Gebieten vorstellten.

Martin Schüßler, Vertreter des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und Experte des Deutsch-Russischen Agrarpolitischen Dialogs stellte am Beispiel Deutschlands und Bayerns die Grundrichtungen staatlicher Politik zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung ländlicher Räume sowie konkrete Instrumente zu ihrer Umsetzung auf Bundes- und Länderebene vor.

Besonderes Interesse zeigten die Teilnehmer an den praktischen Erfahrungen nach der Einführung des Kommunikationsnetzwerks „Netzwerk Ländliche Räume“ mit dem Ziel, den Austausch zwischen Politikern, Bürgern und Experten einer Gebietseinheit zum Zweck der Nachhaltigkeitsförderung der ländlichen Räume zu erleichtern und zusammenzuführen.

Das föderale Projekt Allrussisches Forum „Russisches Dorf“ dient der Unterstützung der Agrarpolitik. In diesem Sinne zählen die Unterstützung des Unternehmertums, das Wiederaufleben nationaler ländlicher Traditionen und eine Förderung der Reputation landwirtschaftlicher Tätigkeit in der Gesellschaft, Produktivitätssteigerung und Nachwuchsförderung im Agrarsektor sowie die qualitative Verbesserung der Lebensbedingungen im ländlichen Raum zu seinen Zielen.