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BIOFACH – Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel vom 15. - 18. Februar 2017 im Messezentrum Nürnberg

Am 14. bis 17. Februar besuchte im Rahmen des Agrarpolitischen Dialogs eine Delegation mit Herrn Beloussow, dem ersten stellv. Vorsitzenden des Agrarausschusses des Föderationsrates, Frau Tscheremissina, stellv. Abteilungsleiterin für internationale Zusammenarbeit des Russischen Landwirtschaftsministeriums sowie weiteren Vertretern des Ministeriums und des Verbands für ökologischen Landbau Agrosofia, den Naturpark Altmühltal im Landkreis Eichstätt sowie die Messe Biofach in Nürnberg. Anhand von erfolgreichen Beispielen von Betrieben zeigten Martin Schüssler und Frau Claudia Eberl vom Amt für Ernährung und Landwirtschaft Ingolstadt Entwicklungsmöglichkeiten in der Landwirtschaft und Diversifizierung. Die russischen Delegaten konnten dabei eine Gastwirtschaft mit Angebot regionaler und saisonaler Spezialitäten, einen Biohof mit Direktvermarktung und einen auf Kräuterpädagogik spezialisierten Betrieb besuchen und mit den Betriebsleitern deren Entwicklungsgeschichte sowie die förderpolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland bzw. Bayern diskutieren. Insbesondere die durch das regionale Amt angebotenen Weiterbildungsmöglichkeiten und Beratungsangebote stellen eine interessante Komponente der Agrarpolitik bzw. der ländlichen Entwicklung dar.

Am folgenden Tag besuchte die Delegation die Messe Biofach und führte Fachgespräche mit Herrn Staatsminister Brunner (Landwirtschaftsminister Bayern), Herrn Dr. Dreesmann vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie Vertretern von Verbänden und Unternehmen des Ökologischen Landbaus. Themen der Gespräche war der Ökologische Landbau, insbesondere die gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland und der EU sowie deren Umsetzung in Vorgaben und Förderpolitik auf Landesebene.

Zum Abschluss der Reise wurde eine Bio-Imkerei auf dem Stadtgut Berlin besucht. Es konnte gezeigt werden, dass z.B. der hohe Demeter-Standard in Kombination mit einer durch den Betriebsleiter aufgebauten Direktvermarktung eine Vermarktungsnische bietet und somit auch einem kleinen Betrieb ein stabiles und ausreichendes Einkommen ermöglichen kann.

Ziel des Agrarpolitischen Dialogs ist es, für die derzeit in Russland in der Entwicklung befindlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen für den "Organischen Landbau" eine größtmögliche Harmonisierung mit den Rahmenbedingungen in Deutschland zu ermöglichen und für die weitere Entwicklung des Ökologischen Landbaus in Russland förderliche Rahmenbedingungen mit zu gestalten. Zudem soll der deutsch – russische Erfahrungsaustausch dem Dialog und der zukunftsorientierten Zusammenarbeit mit Russland dienen.